Rezension: Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik (Comic)

Es ist die Aufgabe der Jedi in Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik, den Frieden in der Galaxis zu bewahren.
Einige Jahre vor der Schlacht von Naboo herrscht in der Galaxis scheinbare Ruhe und weitgehender Frieden. Es ist an den Jedi, die von Kanzler Valorum und dem Senat regierte Republik zu beschützen und den Frieden in der gesamten Galaxis zu erhalten. Dafür stellen sich Meister, Ritter und Padawane auch dem Kampf in einer Schlacht, wenn die Planeten Vekura und Syrinx Prime in einen offenen Krieg miteinander geraten. Doch nicht alles ist so, wie es scheint. Außerdem hat Obi-Wan Kenobi eine besorgniserregende Vision von der Ermordnung seines Meisters. Ausgerechnet dem möglichen Attentäter ist Qui-Gon Jinn bereits begegnet. Yoda untersucht derweil mit der Jedi-Ritterin Vetna Mooncrest Hinweise auf finstere Pläne auf dem Planeten Veeros. Qui-Gon und Obi-Wan widmen sich einer Rettungsmission und gemeinsam mit Shaak-Ti soll Qui-Gon einen Diebstahl aufklären. Jedi-Meisterin Yaddle und Jedi-Ritterin Seera Longa erhalten den Auftrag, zwischen der Handelsföderation und der Gillanter Corp zu vermitteln.
Friedenshüter in Aktion
Mit Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik startet die vor dem Film Star Wars: Episode 1 – Die dunkle Bedrohung angesiedelte Comic-Reihe über die Hüter des Friedens endlich auf deutsch. Der erste Sammelband umfasst die US-Hefte Jedi Knights (2023) #1-5 und die Geschichte The Moon of Death aus dem US-Heft Free Comic Book Day 2025: Star Wars #1. Damit liegt die erste Hälfte der Jedi-Ritter-Comic-Reihe gesammelt vor. Die Geschichte erzählt von verschiedenen bekannten und neuen Jedi, die sich in der gesamten Galaxis der Aufgabe ihres Ordens stellen. Zum Auftakt versucht eine größere Gruppe Jedi, zu der Yoda, Mace Windu, Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi gehören, den Frieden zwischen den Planeten Vekura und Syrinx Prime wiederherzustellen. Kurzweilig aber stimmungsvoll funktioniert der Auftakt der Reihe wirklich gut, zumal erste Elemente zur fortlaufenden Handlung über einen Attentäter, der es auf Qui-Gon abgesehen hat, in die Ereignisse eingeflochten sind.
Allerdings sollte nicht erwartet werden, dass der spannende Handlungsbogen im Sammelband zentral präsentiert wird. Vielmehr konzentriert sich Wächter der Republik auf episodische Aufträge verschiedener Jedi in der gesamten Galaxis. Zwar werden vorherige Ereignisse genauso aufgegriffen wie die mögliche Gefahr durch den Attentäter, vor allem werden aber kurze, eigenständige Geschichten erzählt. Das funktioniert besser als anfangs erwartet. Obwohl die Charaktere teilweise etwas mehr Platz zur Entfaltung verdient hätten, sind die verschiedenen Episoden spannend und stimmungsvoll in Szene gesetzt. Ob sich Yoda und Jedi-Ritterin Vetna Mooncrest mit geheimnisvollen Vorgängen auf dem Planeten Veeros befassen oder Qui-Gon und Shaak Ti im Fall eines großen Bankraubs ermitteln, die verschiedenen Geschichten sind angenehm abwechslungsreich und kurzweilig. Dennoch ist es bedauerlich, dass die größere Handlung nur angedeutet wird. Hier zeigt der erste Jedi-Ritter-Sammelband einiges an Potential für die Fortsetzung.
Zugleich versteht es Autor Marc Guggenheim einen Einblick in die Zeit vor der Prequel-Film-Trilogie zu werfen. Dadurch treten einige bekannte Figuren auf, verweisen auf andere Werke und garantieren eine Zugehörigkeit zum Kanon. Zwar mögen manche der erzählten Geschichten für das große Ganze der Star-Wars-Galaxie wenig Bedeutung haben, das ändert aber nichts am Unterhaltungswert der Erzählungen. Zusätzlich getragen werden sie von den schicken Zeichnungen von Madibek Musabekov, der es versteht, Charaktere und Umgebungen stimmungsvoll einzufangen und eine dichte Star-Wars-Atmosphäre zu vermitteln. Trotz vielleicht einiger schwächerer Geschichten ein unterhaltsamer Comic-Sammelband, der auch aufgrund der noch ungelösten Handlungsfäden Interesse am Nachfolger weckt.
Fazit
Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik hat mich ein wenig überrascht. Tatsächlich habe ich von dem Sammelband und der Jedi-Ritter-Comic-Reihe nicht mehr als kurzweilige Kurzgeschichten erwartet. Das stimmt zwar auf gewisse Weise, die verschiedenen Ereignisse sind aber zumindest grob miteinander verbunden. Immer wieder gibt es Andeutung bezüglich langsam aufgebauter Handlungsbögen. Dadurch fügen sich die Geschichten gut zusammen, egal wie belanglos sie für den Kanon oder die Jedi-Ritter-Comic-Reihe sein mögen. Zudem sind die verschiedenen Episoden mindestens kurzweilig, teilweise sogar spannend und überaus stimmungsvoll. Die dichte Star-Wars-Atmosphäre prägt jede der Kurzgeschichten, was auch den Zeichnungen zu verdanken ist. Bis zum Ende hat mich Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik gut unterhalten und ich bin bereits gespannt, wie die zehnteilige Comic-Reihe im nächsten Sammelband endet. Star-Wars-Fans sollten dem Auftakt der Jedi-Ritter-Reihe eine Chance geben.
Kurzfazit: Atmosphärischer Star-Wars-Sammelband, der episodische, aber verbundene Kurzgeschichten erzählt und spannenden, kurzweiligen Comic-Lesespaß bietet.
Vielen Dank an Panini für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik!
Details
Titel: Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik
Originaltitel: US-Star Wars: Jedi Knights (2025) #1-5, „The Moon of Death“ aus Free Comic Book Day 2025: Star Wars #1
Genre: Science-Fiction
Verlag: Panini
Text: Marc Guggenheim
Zeichnungen: Madibek Musabekov
Farben: Luis Guerrero
Seiten: 128
Preis: 17,00 € (Softcover) / 35,00 € (Hardcover)
Verlagsseite: Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik (Softcover) bei Panini Comics
Star Wars: Jedi-Ritter – Wächter der Republik bei Panini Comics
Erscheinungsdatum: 17. Februar 2026
© Panini/Marvel/Disney/Lucasfilm
