Rezension: Dark Quest: Remastered (Switch)

Ein Barbar, ein Zwerg und Zauberer erhalten in Dark Quest: Remastered den Auftrag, das Dorf Darkwood vor einem finsteren Magier zu beschützen.
Fans klassischer Dungeon-Crawler-Brettspiele denken bereits beim Cover von Dark Quest: Remastered an den bekannten und beliebten Genrevertreter Hero Quest. Die Neuauflage der vierteiligen Reihe von Brain Seal schickt euch als Barbar, Zwerg und Zauberer mit dem Ziel, einen finsteren Zauberer und dessen Schergen aufzuhalten in verschiedenen Dungeons. Spielprinzip und Präsentation sind von Brettspielen beeinflusst. Die Neuauflage hat dabei eine überarbeitete Optik spendiert bekommen.
Rundenbasierte Abenteuer
Dark Quest: Remastered lässt euch die Dungeons aus einer direkten Draufsicht erkunden. Die Helden und Monster sind lediglich als schick gestaltete Kopf-Symbole dargestellt und die Level selbst gleichen dem Spielfeld eines Brettspiels. Dabei reihen sich durch Gänge verbundene Räume aneinander und erst, wenn ihr eine Tür öffnet, erfahrt ihr, was euch dahinter erwartet. Allerdings verzichtet Dark Quest: Remastered auf Würfelwürfe. Stattdessen verfügen die Helden und Monster über einen festgelegten Bewegungsradius sowie Angriff. Attackiert ihr einen Gegner, fügt ihr einen von der Art eures Widersachers abhängigen Schadenswert zu. Gelegentlich kann erlittener Schaden auch mit entsprechendem Glück vollständig abgewehrt werden. Das passiert scheinbar zufällig, wird jedoch im Hintergrund anhand der Werte und virtuellen Würfelwürfe berechnet.
Dabei unterscheidet Dark Quest: Remastered nur bedingt zwischen physischen und magischen Angriffen. Der größte Vorteil eures Zauberers ist deshalb, dass er aus großer Entfernung Gegnern Schaden zufügen kann. Das gilt allerdings auch für feindliche Magier. Zusätzlich ist es wichtig, auf Fallen zu achten und Schätze einzusammeln. Erhaltenes Gold kann zwischen den Dungeons im Dorf Darkwood bei verschiedenen Händlern für stärkende Ausrüstung, hilfreiche Zauber oder nützliche Tränke ausgegeben werden. So kann der Zwerg beispielsweise mit der richtigen Fähigkeit Fallen in einem festgelegten Radius erkennen und mit Werkzeug versuchen, diese zu entschärfen. Übernachtet ihr im Gasthaus, beginnt ihr den nächsten Dungeon mit mehr Lebenspunkten. Angesichts der hohen Preise, kommt ihr um das wiederholte Abschließen von Leveln kaum herum, wenn ihr möglichst viel starke Ausrüstung und Zauber kaufen wollt.
Zudem fällt der Schwierigkeitsgrad teilweise enorm schwankend aus und zieht manchmal unverständlich stark an. Sogar innerhalb eines Dungeons ist es möglich, dass sich bis zum Ende kaum eine Herausforderung ergibt, der letzte Raum aber nur schwer zu überleben ist. Zufallsereignisse, bei denen ihr entweder einen Lebenspunkt erhaltet oder verliert, können zusätzlichen Frust bringen. Wollt ihr einen Dungeon vollständig abschließen, müsst ihr nicht nur den Ausgang erreichen, sondern auch drei Sterne einsammeln. Trotz der Macken kann Dark Quest: Remastered kurzweilig motivieren und es ist durchaus spannend, die verschiedenen Dungeons zu meistern. Der schicke Grafikstil und die gelungene Atmosphäre tragen viel dazu bei. Mit zehn Dungeons, fällt auch der Umfang ausreichend aus.
Fazit
Bisher habe ich keinen Teil der Dark-Quest-Reihe gespielt, war aber als Hero-Quest-Fan neugierig, was das Remaster des ersten Teils bietet. Stimmungsvoll präsentiert, haben mich die Dungeon-Erkundungen schnell gepackt und auch motiviert. Allerdings erlaubt sich Dark Quest: Remastered gerade beim zu stark schwankenden Schwierigkeitsgrad einige große Schwächen. Es ist einfach frustrierend, wenn ich einen Dungeon problemlos absolviere und im letzten Raum schließlich von Gegnern überrannt werde. Das wirkt manchmal einfach unfair. Damit wird zudem erreicht, dass ich Dungeons erneut bestreiten muss, um Geld zu sammeln, damit ich mir bessere Ausrüstung kaufen kann. Immerhin verliere ich kein Gold, wenn ich in einem Dungeon scheitere. Motivierend ist das aber nicht. Trotzdem bleibt Dark Quest: Remastered kurzweilig. Genre-Fans können einen Blick wagen.
Kurzfazit: Gelungener rundenbasierter Dungeon-Crawler mit Brettspiel-Stimmung, der unter einigen bedauerlichen Schwächen leidet, aber trotzdem kurzweilig motivieren kann.
Vielen Dank an Ratalaika Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dark Quest: Remastered!
Details
Titel: Dark Quest: Remastered
Genre: Dungeon Crawler
Publisher: Brain Seal Ltd.
Entwickler: Brain Seal Ltd.
Spieler: 1
Syteme: Switch (getestet), PlayStation 5, Xbox Series X|S, Xbox One. PC
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungsdatum: 06. Februar 2026
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