Vorschau: Daemon X Machina: Titanic Scion (Switch 2)

Die Demo-Version von Daemon X Machina: Titanic Scion schickt einen Outer in den Kampf gegen Immortals und das Axiom.

Daemon X Machina bekam 2019 eher durchschnittliche Kritiken. Doch Daemon X Machina zeigte trotz Problemen und Macken, auch einige gute Ansätze und bot reichlich Action-Spielspaß. Nach der Veröffentlichung für den PC im Februar 2020 war es still um die Marke – bis Marvelous einen Nachfolger angekündigt hat. Daemon X Machina: Titanic Scion erscheint am 05. September 2025 für Nintendo Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S und den PC. Die für alle Systeme veröffentlichte Demo-Version ermöglicht es schon vor Release einige Stunden mit dem Actionspiel zu verbringen.

Exosuits statt riesiger Kampfroboter

Die Geschichte von Daemon X Machina: Titanic Scion oder deren Qualität lässt sich aktuell noch nicht bewerten. Dafür klingen die Grundlagen vielversprechend. Nach dem Ende eines Krieges zwischen dem blauen und dem roten Planeten kam es durch die Unterdrückung der Outers zu einem Aufstand dieser von Femto-Energie veränderten Menschen. In Folge dessen gründeten die Outers das strenge Militärregime des Axioms und haben sich vom Boden der Erde in den Garten, ein Paradies weit über dem Planeten, zurückgezogen. Von dort üben die drei obersten Anführer des Axioms, die Trinitas, eine grausame Herrschaft aus. Dieser entflieht ihr, nachdem ihr knapp einem Experiment an euch entkommen seid. Nach eurem Absturz auf der Erde, kennt ihr nur ein Ziel: Zurückkehren, um euren besten Freund Nerve zu retten. Dafür seid ihr bereit, das Axiom zu zerstören und arbeitet mit den Menschen der Erde zusammen.

Ein erster Unterschied zum Vorgänger fällt bei den Mechas auf. Fast direkt nachdem ihr euren Outer in einem ordentlichen Charaktereditor erstellt habt, besteigt ihr auf der Flucht eine der als Arsenals bezeichneten Kampfmaschinen. Allerdings fallen die Mechas kleiner aus als in den meisten anderen Genrevertretern und gleichen eher Exosuits. Dadurch spielt sich Daemon X Machina: Titanic Scion schneller und filigraner als der Vorgänger, was sich merkbar auf den Spielspaß auswirkt. Zudem ist das Gefühl der drei Gewichtsklassen, die dank verschiedener Teile gemischt werden können, deutlich spürbar. Ein schwerer Arsenal ist wesentlich klobiger als ein leichtes Modell, hat dafür aber Vorteile bei der Verteidigung, während mittlere Mechas ausgewogen sind. Angesichts der Massen an Arsenal-Teilen, die ihr sammelt, ändert ihr die Zusammensetzung regelmäßig und passt euren Mecha immer wieder euren Bedürfnissen an.

Vielfältige Anpassungsmöglichkeiten

Die Mechas lassen sich wortwörtlich von Kopf bis Fuß verändern. Genauer können Kopf, Kürass, linker Arm, rechter Arm und die Beine ausgetauscht werden. Zusätzlich wird der Arsenal mit verschiedenen Waffen ausgestattet. Neben zwei gleichzeitig getragenen, unabhängig voneinander genutzten Waffen, gibt es zwei Nebenwaffen, die jederzeit eingewechselt werden können. Zusätzlich verfügt der Mecha über eine Schulter- und eine Zusatzwaffe. Bei letzterer handelt es sich beispielsweise um Handgranaten oder Reservemagazine für die Schusswaffen. Ob ihr mit Sturm- oder Lasergewehr, Bazooka, Minigun oder direkt Nahkampfwaffen wie Schwertern und Keulen in den Kampf zieht, ist euch überlassen. Dank der Nebenwaffen könnt ihr euch jederzeit an die erforderliche Situation anpassen. Das ist aufgrund verschiedener Resistenzen der Gegner notwendig. Natürlich dürft ihr euren Arsenal auch optisch frei einfärben. Außerdem ist das noch nicht alles. Marvelous hat eine Spezialrüstung, die in der Demo-Version noch nicht zur Verfügung steht, angekündigt. Dabei handelt es sich um eine zeitbegrenzte Rüstung für den Mecha, der dadurch noch stärker wird. Das klingt wirklich spannend.

Teile für den Mecha finden sich entweder bei besiegten Gegnern oder können über gesammelte Ressourcen hergestellt werden. Dafür lassen sich wie in der Monster-Hunter-Reihe und vergleichbaren Spielen Teile von Gegnern abtrennen. Zudem hinterlassen einige Gegner DNA. Allerdings muss gut überlegt werden, was ihr einsammelt, da ihr nur einen Gegenstand von einem besiegten Feind nehmen dürft. Wollt ihr eine neue Waffe, ein neues Mecha-Teil oder doch lieber die DNA? Die Entscheidung ist nicht immer leicht, fällt aber dank zahlreicher Gegner leichter als es anfangs wirkt. DNA benötigt ihr im Übrigen, um sie im Labor mit eurem Outer zu fusionieren. Dadurch werden ausrüstbare Fähigkeiten freigeschaltet, allerdings besteht die Möglichkeit, dass euer Charakter optisch mutiert. Ob die Veränderungen spielerische Folgen haben, etwa in Reaktionen von Nicht-Spieler-Charakteren, lässt sich noch nicht beurteilen. Mit sehr vielen Credits, der Währung in Daemon X Machina: Titanic Scion, können die Mutationen rückgängig gemacht werden.

Komplexe Steuerung, potentiell saubere Umsetzung

Die durch DNA-Fusionen erhaltenen Spezialfähigkeiten teilt ihr den verschiedenen Waffentypen zu und aktiviert zusätzlich passive Effekte, die grundsätzliche Vorteile bringen. Zusätzlich können neue Kampffertigkeiten mit speziellen Partikelrüstungen erhalten werden. Diese Spezialtechniken sind in Angriffsmodus, Schutzmodus und Flugmodus unterteilt und bringen in den jeweiligen Bereichen zusätzliche Funktionen. Daran zeigt sich zwar, über wie viele Mechaniken das Actionspiel verfügt, allerdings lässt sich die etwas überladene Steuerung relativ schnell verinnerlichen. Besonders das freie Fliegen in den weitläufigen, offenen Gebieten fühlt sich sehr gut an und ist dank regelmäßig verteilter Femto-Kristalle, die den Tank bei Zerstörung auffüllen, fast unbegrenzt möglich. Zu erwähnen sei hier noch, dass keine Open World zu erwarten ist. Stattdessen setzt Daemon X Machina: Titanic Scion auf große, weitläufige Regionen, die jedoch voneinander getrennt sind.

Wichtig ist selbstverständlich die technische Umsetzung des Actionspiels. Natürlich lässt sich das erst endgültig in der Vollversion beurteilen. Optisch weiß die Welt mit einer stimmungsvollen und abwechslungsreichen Gestaltung zu überzeugen. Zwar sind nicht alle Texturen scharf und manchmal kommt es zu Grafik-Pop-ins, diese fallen aber nie störend auf. Zumal das Actionspiel am Fernseher und im Handheld-Modus flüssig läuft. Lediglich nach Schnellreisen kann es gelegentlich zu kurzen Rucklern kommen, die aber kaum auffallen. Deshalb hinterlässt die Demo von Daemon X Machina: Titanic Scion auf der Nintendo Switch 2 grafisch und technisch einen wirklich guten Ersteindruck, was auch für Sound, Musik und Atmosphäre zählt. Ob das so bleibt, muss sich aber noch zeigen. Gameplay, Welt und Atmosphäre lassen auf ein spaßiges Mech-Actionspiel hoffen, das potentiell eine spannende, wendungsreiche Geschichte erzählt.

Prognose

Da ich Daemon X Machina trotz einiger Macken gerne gespielt habe, hat mich die Ankündigung von Daemon X Machina: Titanic Scion sehr gefreut. Mit einem Nachfolger des Mecha-Actionspiels hätte ich nicht gerechnet. Aber eines ist sicher: Genug Mecha-Spiele kann es nie geben. Deshalb war ich gespannt, was mich bei Daemon X Machina: Titanic Scion erwartet, als ich die Demo-Version angefangen habe. Das Actionspiel unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich vom Vorgänger und spielt sich um einiges besser. Manchmal wecken die schnellen Mechas sogar den Eindruck, ich würde ein Character-Action-Game wie Devil May Cry oder Bayonetta spielen, wenn ich mit einem Schwert durch Feinde pflüge und aus der Entfernung mit Sturmgewehr und Raketen auf sie schieße. Die zahlreichen Anpassungsmöglichkeiten haben mich bereits beim Anspielen für Stunden gefesselt, weshalb ich gespannt auf die Optionen der Vollversion bin. Auch technisch und grafisch hinterlässt Daemon X Machina: Titanic Scion einen guten Ersteindruck. Sollte nichts mehr schief gehen, wovon ich aktuell nicht ausgehe, erwartet uns am 05. September ein gutes bis sehr gutes Mecha-Actionspiel.

Kurzprognose: Actionreiches Mecha-Spiel, das einen vielversprechenden Ersteindruck hinterlässt.

Details
Titel: Daemon X Machina: Titanic Scion
Genre: Action
Publisher: Marvelous Europe
Entwickler: First Studio
Spieler: 1-3
Syteme: Switch 2, PlayStation 5, Xbox Series X|S, PC
Altersfreigabe: 12
Erscheinungsdatum: 05. September 2025

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