Rezension: Katsugeki: Touken Ranbu – Vol. 2 (Blu-ray)

Die menschgewordenen Schwerter kämpfen in Katsugeki: Touken Ranbu Volume 2 erneut gegen die Zeitumkehrarmee.

Noch immer kämpft die zweite Division der Touken Danshi gegen die Zeitumkehrarmee, um zu verhindern, dass diese die Vergangenheit verändert. Auf hoher See steht Yagen Toushirou einer Übermacht entgegen, erhält aber im scheinbar letzten Moment Unterstützung von Tsurumaru, der vom Meister als Verstärkung geschickt wurde. Kurz darauf schließen sich den beiden Izuminokami Kanesada und Mutsunokami Yoshiyuki an. Damit scheint ein Sieg nah, doch der Feind hat noch ein zweites Kriegsschiff unter Kontrolle gebracht und droht, die Stadt anzugreifen. Dort stellen sich Tonbokiri und Horikawa Kunihiro weiterhin dem mächtigen Otachi in den Weg. Der Schutz der Vergangenheit fordert von den menschgewordenen Schwerter alles und Opfer scheinen nicht vermeidbar. Später bricht die erste Division von der Zitadelle zu einer Mission in Kyoto aus. Auch dort plant die Zeitumkehrarmee die Vergangenheit zu verändern.

Fantasy Historie

Katsugeki: Touken Ranbu Volume 2 setzt direkt am Ende des Vorgängers an. Die zweite Division steht in einem harten Kampf gegen die Zeitumkehrarmee. Spannend erzählt die Serie, wie die mittlerweile sechs Touken Danshi versuchen, die Veränderung der Vergangenheit aufzuhalten. Angesichts der Ereignisse, kommen dabei durchaus Zweifel auf, die in der Geschichte glücklicherweise ausreichend thematisiert werden. Schließlich sterben zahlreiche Menschen und auch sonst sorgt die Zeitumkehrarmee für allerlei Chaos. Hier wird darauf gesetzt, dass nicht jeder Mensch für den großen Verlauf der Vergangenheit wichtig ist und der Tod einiger scheinbar Unbedeutender die Zukunft nicht verändert. Gerade deshalb sind die Zweifel der Touken Danshi um so wichtiger und rücken zeitweise sogar das Schicksal derer, die jemanden verloren haben, in den Mittelpunkt.

Genau diese ruhigeren, sanfteren Szenen sind es, die Katsugeki: Touken Ranbu ein wenig nachdenklicher stimmen und den Eindruck einer vorwiegend auf actionreiche, großartig inszenierte Samurai-Kämpfe ausgelegten Serie relativiert. Bereits im ersten Volume waren Spuren davon zu erkennen und spätestens nach der Auftaktepisode des zweiten Volumes werden die Zweifel und Überlegungen der menschgewordenen Schwerter durch Izuminokami Kanesada verdeutlicht. Gleichzeitig zeigt die Serie, dass die Touken Danshi nicht unbesiegbar sind und ihre Versorgung alles andere als einfach ist. Hierbei wird sogar kurz die Sammelkartenspiel-Vorlage deutlicher, ohne dass es unpassend wirkt.

Erstmals wird in Katsugeki: Touken Ranbu auch die Zitadelle, in der die Touken Danshi leben, gezeigt. Im Gegensatz zur Touken Ranbu: Hanamura, die sich auf den Alltag der einstigen Schwerter konzentriert, steht allerdings die Verarbeitung der Ereignisse sowie die Vorstellung weiterer Figuren im Vordergrund. Vor allem Mikazuki Munechika erhält Aufmerksamkeit und bricht schließlich als Teil der ersten Division zu einem Einsatz auf. Die Abwendung von den bekannten Figuren sorgt für Abwechslung und offenbart, wie die anderen Touken Danshi agieren. Wichtig dabei ist auch, dass die erste Division als die beste Truppe gilt und entsprechend ein wenig arroganter auftritt. Trotz anfänglicher unsympathischer Eindrücke, legt sich das mit der Zeit und auch die neuen Charaktere zeigen ausreichend Persönlichkeit, um interessant zu sein. Hauptfiguren bleiben aber vor allem die bekannten Figuren der zweiten Division, wie das Ende des zweiten Volumes noch einmal deutlich macht und gleichzeitig Neugier auf das finale Volume weckt.

Fazit

Katsugeki: Touken Ranbu Volume 2 bleibt wie schon der Vorgänger eher seicht und auch die Charaktere erhalten nur bedingt mehr Tiefe. Trotzdem haben mich die vier Episoden wieder gut unterhalten. Besonders, weil abseits der packend inszenierten Samurai-Action auch etwas ruhigere und nachdenklichere Töne in der Zitadelle angeschlagen werden. Die Erlebnisse lassen die Touken Danshi nicht völlig kalt und genau das verleiht einigen von ihnen zusätzliche Persönlichkeit und etwas mehr Tiefe. Das gilt sogar für die erst neu eingeführte erste Division, die zwar vorwiegend in der dritten Episode auftritt, aber trotzdem bereits ausreichend vorgestellt wurde, um die neuen Charaktere grob einschätzen zu können. Wirklich anspruchsvoll dürfte die Serie nicht mehr werden, doch auch so kann die spannende Geschichte mit den interessanten und durchaus sympathischen Figuren sehr gut unterhalten. Gerade Fans des feudalen Japan, die sich am Fantasy-Einfluss nicht stören, sollten sich die Serie näher ansehen.

Kurzfazit: Spannende Geschichte, nachdenkliche Momente, hervorragend inszenierte Action und die exzellenten Animationen garantieren im Zusammenspiel mit den simplen, aber sympathischen Figuren kurzweilige Unterhaltung.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Katsugeki: Touken Ranbu – Vol. 2!

Details
Titel: Katsugeki: Touken Ranbu – Vol. 2
Originaltitel: Katsugeki Touken Ranbu
Genre: Action, Fantasy
Regie: Toshiyuki Shirai
Studio: ufotable
Produktionsjahr: 2017
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Previews, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 27. Juni 2019
Herstellerseite: Katsugeki: Touken Ranbu – Vol. 2 bei KSM Anime

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