Rezension: King in a Lab Coat – Band 2 (Manga)

Intrigen, unerwartete Besucher und Shivas ganz normaler Wahnsinn erhalten in King in a Lab Coat Band 2 den abgedrehten Labor-Alltag.

Nach mehreren Begegnungen mit Humanoiden steht fest: Ein Unbekannter nutzt Shivas Forschungen, um Unheil anzurichten und finstere Pläne zu verfolgen. Doch noch sind die Tier-Mensch-ähnlichen Lebewesen zu unausgereift, weshalb der Drahtzieher seine Schergen ausschickt, um Trishka zu entführen. Auf diese Weise soll Shiva dazu gebracht werden, seine Erkenntnisse zu den Humanoiden herauszugeben. Als wäre das nicht genug, erwarten die Mitarbeiter des Shiva Laboratory noch weitere aufregende Tage. Rajuls kleiner Bruder Izzet wird zur Ablenkung für Shiva ausgeschickt und muss erfahren, was es bedeutet, das Labor des exzentrischen Wissenschaftlers zu betreten. Auch eine wichtige Investorin stattet Shiva und den anderen einen Besuch ab.

Abgedrehter Mystery-Alltag

King in a Lab Coat Band 2 macht genauso weiter wie der Auftakt der Comedy-Mystery-Reihe. Shivas verrücktes Verhalten sorgt für allerlei Chaos, dazwischen agieren seine nicht minder exzentrischen Mitarbeiter und die vom unbekannten Gegenspieler ausgesandten Handlager. Egal ob sich Shiva Sorgen um Trishkas Erziehung macht, die eher tollpatschig-witzigen Feinde einen Entführungsversuch starten oder Rajuls kleiner Bruder Opf…Gast von Shiva ist, kaum ein Auge bleibt trocken. Der abgedrehte Humor ist die große Stärke von King in a Lab Coat und eine wahnwitzige Situation jagt die nächste. Stets verbunden mit den liebenswert-verrückten Charakteren, zu denen spätestens mit dem zweiten Band auch Izzet gehört. Der kleine Bruder von Rajul arbeitet zwar für den Unbekannten, der die Humanoiden einsetzt, wirkt aber eher unfähig als gefährlich und sorgt im Laufe des zweiten Bandes für einige amüsante Szenen. Besonders in Verbindung mit Shiva, dessen idiotisch-exzentrische Art wieder voll zur Geltung kommt, ist Izzet oft absolut herrlich.

Abseits des großartigen Humors, setzt King in a Lab Coat Band 2 wie schon der Vorgänger auf blutige Szenarien, verrückte Erfindungen und die scheinbar bedrohlichen Humanoiden. Dadurch entsteht zeitweise erneut eine düstere Atmosphäre, die dem Mystery-Anteil der Reihe zu Gute kommt, aber niemals zu Lasten des Humors geht. Viel mehr greift beides wunderbar ineinander und ergänzt sich in manchen Szenen perfekt. Das sorgt für noch größeren Lesespaß, auch wenn sich die Geschichte nur vergleichsweise langsam weiter entwickelt. Vorwiegend konzentriert sich die Handlung auf abgedrehte Situationen und verknüpft diese mit den Versuchen der Handlanger des Unbekannten, Izzet und Kaise, ihre Aufträge erfolgreich zu absolvieren.

Dennoch zeigen sich wichtige Entwicklung bei Figuren und Geschichte, die in den noch kommenden drei Bänden sowohl weiterhin abgedrehten Humor als auch spannende Entwicklungen versprechen. So sind es gerade die Gegenspieler des King Laboratory, die im zweiten Band mehr Aufmerksamkeit erhalten und dadurch klarer agieren dürfen. Zudem haben sowohl Izzet als auch Kaise Verbindungen zu Mitarbeitern des Labors, was durchaus neugierig macht bezüglich der Enthüllungen, die noch zum unbekannten Drahtzieher bevorstehen. Gemeinsam mit dem großartigen Humor, der schon für sich ausreicht, um King in a Lab Coat weiterlesen zu wollen, wird so eine ausreichend spannende Geschichte geschaffen, die zusätzlich das Interesse an den Fortsetzungen anfacht.

Fazit

Mindestens genauso abgedreht wie der Vorgänger. So würde ich King in a Lab Coat Band 2 beschreiben. Der verrückte Alltag von Shiva, Shinobu, Rajul, Adam und Trishka geht mit wahnwitzigen Situationen, großartigem Humor und einer hervorragenden Einbindung leicht düsterer Mystery weiter. Dabei wird trotz der Comedy-Ausrichtung nicht auf blutige Hintergründe verzichtet, viel mehr gehören etwas skurrile Umgebungen zum King Laboratory einfach dazu. Ein großer Gewinn für die Geschichte sind Kaise und Izzet, die als Handlanger des unbekannten Gegenspielers agieren. Besonders Rajuls kleiner Bruder sorgt für einige überaus witzige Szenen und trägt maßgeblich zum Lesespaß bei. Gleichzeitig wird ausreichend Handlung geboten, um das Interesse an der Intrige hinter den Humanoiden zu behalten und das, obwohl sich Shiva mit seiner exzentrischen Art selbst wenig Gedanken darüber macht und die Labor-Mitarbeiter eher zufällig oder von ihren Feinden in alles verwickelt werden. King in a Lab Coat Band 2 ist ein großer Comedy-Mystery-Spaß, der mich wunderbar unterhalten hat und den ich Genre-Fans wärmstens empfehlen kann.

Kurzfazit: Abgedrehter Humor, verrückte Charaktere und spannende Mystery-Elemente garantieren bei King in a Lab Coat Band 2 großen Lesespaß, bei dem kaum ein Auge trocken bleibt.

Vielen Dank an altraverse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von King in a Lab Coat – Band 2!

Details
Titel: King in a Lab Coat – Band 2
Originaltitel: Hakui no Ousama
Genre: Comedy ,Mystery, Slice of Life
Verlag: altraverse
Text/Zeichnungen: Retsu Ayase
Seiten: 184
Preis: 7,00 €
ISBN: 978-3-96358-209-7
Verlagsseite: King in a Lab Coat – Band 2 bei altraverse
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2019

© Retsu Ayase / Square Enix / altraverse

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