Rezension: Concrete Revolutio: The Last Song – Vol. 2 (Blu-ray)

Neue Maßnahmen gegen Supermenschen führen in Concrete Revolutio: The Last Song Volume 2 zum entscheidenden Kampf.

Die Auseinandersetzungen rund um die Supermenschen spitzen sich immer weiter zu. Gemeinsam versuchen Kikko, Emi und das restliche Supermenschen-Büro die Wesen mit besonderen Kräften zu schützen und gleichzeitig den Gesetzen zu entsprechen. Um einen Imagewechsel zu erzielen, importiert die japanische Regierung die Menschen gesteuerte Superroboter Nuts, die im Kampf gegen illegale Supermenschen einen enormen Vorteil bringen sollen. Ein Helm, der zur Steuerung der Maschinen benötigt wird, konfrontiert Jiro mit seiner Vergangenheit und wird gezwungen, seine eigenen Ideale zu hinterfragen. Derweil schmiedet Satomi von der japanischen Werbeagentur weiter seine Pläne, die sich auch um die Diskreditierung des Supermenschen-Büros drehen. Als Master Ultima sein Vorhaben in die Tat umsetzt, kommt es zu einer neuen Konfrontation, die entscheidend für die Zukunft von Dämonen, Monstern, Bestien und Supermenschen aller Art sind. Ein großer Kampf scheint unvermeidlich.

Konfrontationen

Beginnt Concrete Revolutio: The Last Song Volume 2 noch etwas episodenartiger mit einem erneuten Einzelfall für das Supermenschen-Büro, werden im Hintergrund weiter die Fäden der verbindenden Geschichte miteinander verflochten. Immer stärker sind die Folgen des Serienfinales miteinander verknüpft, immer eindeutiger führen Ereignisse zueinander. Dabei wird erneut auf unterschiedliche Erzählebenen gesetzt. Vergangenheit und Gegenwart sind eng miteinander verzahnt und haben starken Einfluss aufeinander. Wie schon in der ersten Staffel, sind die verschiedenen zeitlichen Ereignisse in den jeweiligen Episoden eng verbunden und dienen gegenseitig als Erklärung. Noch stärker fällt jedoch auf, dass alles auf das große Finale zusteuert und Jiro immer mehr im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht.

Auf interessante Weise wird die Vergangenheit von Jiro, die er selbst nicht kennt, sowohl ihm, als auch dem Zuschauer vermittelt. Erinnerungen und mögliche überzeichnete Fiktion vermischen sich, ergeben gemeinsam aber eine immer klarere Wahrheit. Gleichzeitig steigt die Abneigung gegen Supermenschen und die Maßnahmen der Regierung werden drastischer. Das führt zu einer zeitweise beklemmenden, bedrohlichen Atmosphäre. Besonders zum Ende des finalen Volumes zieht die Spannung immer weiter an und bringt einen entscheidenden, hervorragend inszenierten Konflikt mit sich. Hier kommen noch einmal zahlreiche Figuren beider Staffeln zum Einsatz, während der Fokus klar auf den wichtigsten Pro- und Antagonisten liegt.

Vor allem Jiro, Kikko, Emi und Satomi rücken noch stärker in den Vordergrund und haben maßgeblichen Einfluss auf das überraschend andere Ende. Trotz kleinerer Vorhersehbarkeiten, fällt der Serienabschluss unerwartet aus und ist gleichzeitig in seiner Konsequenz überaus gelungen. Verschiedene Ansichten prallen aufeinander, sozial- und gesellschaftskritische Themen werden behandelt und zugleich ordentliche Action geboten. Gerade der Umgang mit Supermenschen, Dämonen und anderen übernatürlichen Wesen ist hierbei interessant und erhält einen gelungenen Abschluss. Und das, ohne zugleich die Geschichte endgültig zu beenden, so dass offensichtlich ist, dass das Leben in der Welt von Concrete Revolutio weitergeht. Theoretisch wäre sogar eine Fortsetzung möglich, notwendig oder wahrscheinlich ist diese jedoch nicht. Dafür ist das Ende zu rund und zufriedenstellend.

Fazit

Spannend und teilweise düster schließt Concrete Revolutio: The Last Song Volume 2 die Action-Fantasy-Mystery-Serie überaus gelungen ab. Kleinere Einzelfälle und die große Geschichte sind gut miteinander verknüpft und langsam bereiten die fünf Episoden das unausweichliche Finale vor. Jiros Vergangenheit wird stärker thematisiert, Kikko und Emi erhalten die notwendige Aufmerksamkeit und schließlich wird alles zu einem runden, zufriedenstellenden Ende geführt. Der Weg dahin hat mich mit interessanten Ereignissen, unerwarteten Wendungen und überraschenden Enthüllungen sowie einer gelungenen Mischung aus Action und ruhigeren Momenten gut unterhalten. Gleichzeitig hat mir das Ende, trotz nicht ausschließlich positiver Ausgänge, gefallen. Serien- und Genre-Fans sollten definitiv einen Blick wagen.

Kurzfazit: Gelungener Serien-Abschluss, der mit spannender Geschichte, packender Atmosphäre und einer guten Mischung aus Charakterentwicklung, Handlung und Action unterhält.

Serienfazit: Concrete Revolutio: The Last Song verzichtet als zweite Staffel gerade zu Beginn ein wenig auf die sprunghafte Erzählweise des Vorgängers, verknüpft dadurch aber die einzelnen Handlungsparts noch stärker miteinander. Die Arbeit des Supermenschen-Büros, der Kampf für die Rechte von Wesen mit übernatürlichen Kräften und die Abneigung gegen solche, sind spannend und mit sozial- und gesellschaftskritischen Themen angereichert. Elf Episoden lang versteht es die mit einigen Wendungen sowie einem unerwarteten, runden Ende versehene Handlung zu fesseln und packende Mystery-Action-Unterhaltung zu bieten.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Concrete Revolutio: The Last Song – Vol. 2!

Details
Titel: Concrete Revolutio: The Last Song – Vol. 2
Originaltitel: Concrete Revolutio: Choujin Gensou – The Last Song
Genre: Action, Fantasy, Mystery
Regie: Seiji Mizushima
Studio: Bones
Produktionsjahr: 2016
Laufzeit: ca. 121 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Animierte Musik-Clips, Opening- und Ending Song, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 22. Mai 2019
Herstellerseite: Concrete Revolutio: The Last Song – Vol. 2 bei KSM Anime

© Bones: Sho Aikawa / Concrete Revolutio Production Commitee / KSM Anime

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