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Mai 10 2019

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Rezension: Eislicht – Band 2 (Manga)

Als neue Dienerin geht Peruna ihren Pflichten nach, doch in Eislicht Band 2 plagen sie geheimnisvolle Albträume.

Mit ein wenig Glück und Hartnäckigkeit hat es Peruna geschafft, die Stelle als Hausdiener im Anwesen des Zauberers Meister Halvard zu bekommen. Angeleitet von Orla, kümmert sich Peruna um allerlei Aufgaben rund um das Haus. Dabei lernt sie auch Halvards Ritter, zu denen Arvid, der Sohn des Zauberers gehört, kennen. Von seltsamen Albträumen geplagt, findet Peruna wenig Schlaf. Kann ihr Arvid helfen?

Belastende Albträume

Bodenständig setzt Eislicht Band 2 Perunas Geschichte zu Beginn mit ihren einfachen Tätigkeiten als Hausdienerin im Anwesen von Meister Halvard fort. Früh werden erneut der Zauberer selbst, sein Sohn Arvid und die beiden Ritter Breim und Yilda genutzt, um die wichtigsten Charaktere noch einmal in Erinnerung zu rufen und gleichzeitig den Umgang der Figuren miteinander zu thematisieren. Im Mittelpunkt des Mangas stehen allerdings klar Peruna und Arvid, die im Laufe der Geschichte immer mehr miteinander zu tun haben. Begonnen bei einfachen Alltagspflichten über missglückte Bemerkungen Perunas bis hin zu den Albträumen, die das Mädchen plagen.

Hier setzt Eislicht Band 2 auch bereits im ersten Kapitel an und rückt Perunas nächtliche Plagen in ein zentrales Licht. Schnell ist zu erahnen, dass die Träume eine tiefere Bedeutung haben könnten und mit etwas geheimnisvollem zusammenhängen. Entsprechend sorgenvoll entwickelt sich Perunas Verhalten im Angesicht dessen, ohne dass sie ihre allgemein eher fröhliche und etwas vorlaute Art verliert. Gerade im Zusammenspiel mit Arvid und seinem speziellen Humor sorgt das für Fettnäpfchen und unangenehme Situationen. Trotzdem zeichnet sich ab, dass die Interaktion von Peruna und Arvid für die weitere Geschichte wichtig ist.

Ansonsten erhält sich Eislicht die packende, düster-msysteriöse Atmosphäre bei und nutzt dafür erneut das winterlich, bedrückende Fantasy-Setting. Winterthal ist, trotz einer eher hintergründigen Nutzung, ein schauriger Schauplatz, der trotzdem eine magische Schönheit ausstrahlt und besonders beim Design zu überzeugen weiß. Damit tragen die gelungenen, zur Geschichte passenden Zeichnungen von Anike Hage bei und unterstreichen den stimmungsvollen Grundton des Mangas perfekt. Lediglich die etwas unterschwellige Spannungskurve kratzt am zweiten Band, weckt aber gleichzeitig gemeinsam mit dem interessanten Ende die Neugier auf die Fortsetzung der Fantasy-Reihe.

Fazit

Eislicht Band 2 knüpft wunderbar an den Vorgänger an und erzählt die spannende Fantasy-Geschichte interessant weiter. Besonders Perunas Entwicklung und ihre Interaktion mit Arvid bringen unterschwellig Spannung mit sich. Die Albträume wiederum erhalten die leichten Mystery- und Horror-Einflüsse, die Eislicht Band 1 mit ausgezeichnet haben. Obwohl die Handlung etwas einfacher bleibt und der Fokus sehr stark auf Peruna und Arvid liegt, hat mich Eislicht Band 2 wunderbar unterhalten und meine Neugier auf die vielen Geheimnisse in Winterthal weiter angefacht.

Kurzfazit: Düster-spannende Fantasy-Geschichte, die vor allem auf die Entwicklung der Hauptfiguren setzt und mit leichten Horror- und Mystery-Elementen sowie der packenden Atmosphäre fesselt.

Vielen Dank an altraverse für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Eislicht – Band 2!

Details
Titel: Eislicht – Band 2
Genre: Fantasy
Verlag: Altraverse
Story/Zeichnungen: Anike Hage
Seiten: 176
Preis: 10,00 €
ISBN: 978-3-96358-176-2
Extras: Miniprint (Erstauflage)
Verlagsseite: Eislicht – Band 2 bei altraverse
Erscheinungsdatum: 21. März 2019

© Anike Hage / Altraverse

Lesetipp: Rezension: Eislicht – Band 1 (Manga)

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