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Mai 06 2019

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Rezension: Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc (Blu-ray)

Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc führt das Erdenschiff auf ihrem Heimflug in ein neues Abenteuer.

Die Yamato hat ihre Mission fast erfüllt und befindet sich auf dem Rückflug von Iscandar zur Erde. Alles scheint ruhig, doch dann wird die Yamato von einem neuen Feind angegriffen, den Gatlantern. Gerade erst von der Gewaltherrschaft der Gamilas befreit, strebt das kriegerische Volk selbst galaktische Größen an. Ohne die Wellenkanone und nicht bei voller Einsatzkraft, muss sich die Yamato zurückziehen und gelangt durch eine List zu einem unbekannten Planeten Ort. Hier scheinen die Gesetzte von Physik und Logik nicht zu gelten. Schon bald sitzen Susumu Kodai, Mikage Kiryu, Kaoru Niimi, Shou Sawamura und Yoshikazu Aihara gemeinsam mit einigen Gamilas unter dem Befehl von Fomt Berger an einem geheimnisvollen Ort fest. Der gatlantische Befehelshaber Goran Dagam hat seine Jagd auf die Yamato derweil noch nicht aufgegeben.

Spannende Science-Fiction-Ergänzung

Im Gegensatz zum ersten Film, fasst Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc nicht die Geschichte zusammen, sondern erzählt ein neues Abenteuer rund um das namensgebende Raumschiff und seine Besatzung. Angesiedelt ist die Handlung etwa einen Monat nach Aufbruch der Yamato von Iscandar und somit noch vor den Schwierigkeiten, denen sich die Menschen auf ihrem Rückflug zur Serie stellen müssen. Ein gut gewählter Zeitpunkt, um in dem zirka 111 Minuten langen Film ein weiteres Abenteuer rund um die Yamato zu erzählen. Dabei fügt sich Odysee of the Celestial Arc wunderbar in die Handlung ein und schafft es, Unklarheiten bezüglich der Serie weitgehend zu vermeiden.

Statt ausschließlich die bekannten Hauptfiguren in den Mittelpunkt des Films zu stellen, werden einige Charaktere der Serie lediglich in Nebenrollen oder als Komparsen verwendet. So erhält beispielsweise Kommandant Okita nur eher kleine Auftritte und auch Yuki oder Akira agieren, abgesehen von kurzen Interaktionen mit Kodai vorwiegend in ihren Funktionen an Bord der Yamato. Stattdessen fungieren neben Susumu Kodai, der Gamilas-Kommandant Fomt Berger und die junge Yamato-Sprachwissenschaftlerin Mikage Kiryu als Hauptfiguren. Bereits zu Beginn werden die Beiden gut eingeführt und an Bord ihrer jeweiligen Schiffe gezeigt. Die Gatlanter werden vorgestellt, die Yamato muss sich einem Kampf gegen sie stellen und schließlich steht eine Planetenerkundung an. Damit beweist der Film viel Abwechslung und gerade der Einsatz eines Landungstrupps wird genutzt, um sinnvoll zu erklären, weshalb bisher unbekannte Charaktere wichtigere Rollen spielen.

Neben Susumu Kodai gehören zu den Besatzungsmitgliedern, die die Yamato verlassen, Mikage Kiryu, Kaoru Niimi, Shou Sawamura und Yoshikazu Aihara. Dadurch erhalten genau diese Charaktere und allen voran Mikage, größere Auftritte. Die junge Frau steht sogar entscheidend im Mittelpunkt der Ereignisse und nimmt zeitweise eine noch bedeutendere Rolle ein als Kodai. Das bringt willkommene Abwechslung in die Geschichte und zeigt, dass die Yamato auch abseits der bekannten Hauptfiguren interessante Besatzungsmitglieder hat. Dazu kommt eine spannende Handlung, die neben den gut inszenierten und optisch hervorragend umgesetzten Schlachten besonders mit einem leichten Grusel- und Mystery-Faktor überzeugt. Auf dem Planeten, den der Landungstrupp erkundet, geht nicht alles mit Rechten Dingen zu. Dafür werden einige interessante Stilmittel, Handlungselemente und schließlich auch Grusel-Genre-Einflüsse genutzt. Viel Abwechslung ist garantiert und Odysee of the Celestial Arc bleibt von Anfang bis Ende ein atmosphärisch packender, spannender und faszinierender Science-Fiction-Film, der wunderbar die Stimmung klassischer Science-Fiction einfängt.

Fazit

Da ich bereits wusste, dass der zweite Star-Blazers-2199-Film kein Recap der Serie darstellt, waren meine Erwartungen an die Ergänzungsgeschichte zur Serie größer als bei A Voyage to Remember. Odysee of the Celestial Arc hat mich nicht enttäuscht. Die spannende Geschichte fügt sich wunderbar in die Serie ein und ergänzt die Rückreise der Yamato zur Erde um ein interessantes Abenteuer. Besonders die Anleihen aus den Grusel- und Mystery-Genres sind eine willkommene Abwechslung. Trotzdem bleibt der Film der klassischen Science-Fiction treu und weckt in manchen Momenten Erinnerungen an Erkundungsmissionen aus Star Trek – und das in rein positiver Hinsicht. Positiv sehe ich auch die Verwendung bisher kaum relevanter Figuren wie Mikage Kiryu, die das Charakterfeld von Star Blazers 2199 sehr gut erweitert. Die junge Sprachwissenschaftlerin bringt genauso wie der gesamte Film interessante neue Aspekte ein. Ähnliches gilt für Fomt Berger und die restlichen Gamilas. Allgemein offenbart Odysee of the Celestial Arc einige faszinierende Ansätze, die hoffentlich in der noch ausstehenden zweiten Serien-Staffel zumindest teilweise aufgegriffen werden. Wer Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato mochte, sollte sich Odysee of the Celestial Arc nicht entgehen lassen.

Kurzfazit: Spannende Nebengeschichte, die eine wunderbare Ergänzung zur Serie darstellt und mit interessanten Ansätzen und Stilmitteln sowie neuen Charakteren packende Science-Fiction-Unterhaltung bietet.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc!

Details
Titel: Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc
Originaltitel: Uchuu Senkan Yamato 2199: Hoshi-Meguru Hakobune
Genre: Science-Fiction
Regie: Yutaka Izubuchi
Studio: Xebec
Produktionsjahr: 2014
Laufzeit: ca. 111 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 5.1)
Untertitel: Deutsch
Extras: Storybords, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 22. Mai 2019
Herstellerseite: Star Blazers 2199 – Space Battleship Yamato: Odysee of the Celestial Arc bei KSM Anime

© Xebec / KSM Anime

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