Rezension: Aokana: Four Rhythm Across the Blue – Vol. 2 (Blu-ray)

Die Wettkämpfe in luftiger Höhe gehen für Asuka und die anderen in Aokana: Four Rhythm Across the Blue Volume 2 erst richtig los.

Trotz Niederlagen, fiebern Asuka und Misaki dem Finale des Sommer-Turniers entgegen. Allerdings erleben die beiden und alle anderen Zuschauer eine Überraschung. Die Newcomerin Saki Inui setzt eine Birdcage genannte Tatik ein, die den Gegner komplett kontrolliert. Entmutigt und frustriert über diese Art des Flying Circus verlässt Misaki den Klub des Kunahama Instituts. Als auch Asuka bei einem Freundschaftsspiel die Härte der neuen Spielart kennenlernen muss, verliert sogar sie ihre positive Einstellung und hat Schwierigkeiten zu fliegen. Keine guten Voraussetzungen für das Herbst-Turnier, das immer näher rückt, und eine hohe Belastungsprobe für den Klub ist. Zudem ist das Team nicht gut genug aufgestellt für ein effektives Training, weshalb auf alle möglichen Mittel zurückgegriffen wird, um für den anstehenden Wettkampf topfit zu sein.

Sportliche Zweifel

Ohne die eher seichte Kurzweiligkeit abzulegen, zieht Aokana: Four Rhythm Across the Blue in den sechs Episoden des zweiten Volumes etwas an. Bereits zum Ende des Vorgängers wurden mögliche Widersacher angedeutet, die mit Saki Inui und ihrer Trainerin Irina Avalon endgültig etabliert werden. Das bringt nicht nur mehr Spannung, sondern auch eine zeitweise angespanntere Stimmung mit sich. Beides kommt der weiterhin angenehm erzählten Geschichte und den sportlichen Auseinandersetzungen zu Gute. Obwohl die Handlung in Teilen vorhersehbar bleibt, bietet Aokana ausreichend Abwechslung, um in der zweiten Serienhälfte nicht langweilig zu werden. Erreicht wird das vor allem durch die Konzentration auf die persönlichen Probleme von Asuka und Misaki, das unterhaltsam inszenierte Training und die gelungenen Flying-Circus-Matches.

Aokana Volume 2 verlässt zwar nie die üblichen Sport- und Wettkampf-Genre-Gefilde, bewegt sich in diesen aber durchaus ordentlich, so dass die sechs Episoden trotz bekannter Elemente und stereotypischer Charaktere interessant bleiben. Dabei erhalten Asuka und Misaki, aber auch ein paar andere Figuren mittels Rückblicken und persönlicher Noten, etwas mehr Profil. Zusätzlich sorgen die beiden Widersacherinnen für Abwechslung, auch wenn die Intention hinter ihrem Handeln zeitweise etwas unklar wirkt. Letztlich bleibt die Serie hierbei wie im ersten Volume, eher seicht und bodenständig und verzichtet auf überdramatisierte, harte Feindseligkeiten. Auf kleinere rivalisierende Kommentare der Überlegenheit und arrogante Aussagen wird aber nicht verzichtet. So extrem wie in anderen Genre-Vertretern wird Aokana aber zu keiner Zeit.

Das ist angenehm und hat Anteil an der eher lockeren und trotzdem ausreichend spannenden Atmosphäre. Gerade diese zeichnet Aokana aus und trägt maßgeblich zur kurzweiligen Unterhaltung bei. Zudem gelingt der Visual-Novel-Adaption ein unerwartet rundes Ende. Anders als bei manch vergleichbarer Serie, fühlt sich der Abschluss tatsächlich wie einer an und ist weitgehend zufriedenstellend. Lediglich ein paar Andeutungen bezüglich der Vergangenheit werden nicht aufgelöst. Notwendig ist das aber nicht, da für den Zuschauer alles deutlich ist und die Charaktere nicht jedes Detail wissen müssen. So bietet Aokana eine in sich abgeschlossene Geschichte, deren Fortführung zwar möglich, aber keineswegs notwendig ist.

Fazit

Sicher, Aokana: Four Rhythm Across the Blue Volume 2 ist genauso seicht wie die erste Serienhälfte. Der Ganbatte-Anime bietet kaum mehr als eine simple Geschichte über eine Science-Fiction-Sportart und stereotypische, aber sympathische Charaktere. Allerdings stimmt im zweiten Volume die Mischung noch etwas besser als in den ersten sechs Episoden. Die Widersacherinnen bringen etwas Spannung sowie Frustration und Motivation mit. Einige Charaktere erhalten notwendige Aufmerksamkeit, um ihre Entwicklung voranzubringen und es wird wieder ordentlich inszenierte Flug-Action geboten. Viel mehr habe ich mir von Aokana Volume 2 nicht erwartet. Ein wenig wurden meine Hoffnungen sogar übertroffen, so dass Volume zwei einen runden, für mich zufriedenstellenden Abschluss und zumindest kurzweilige, wenn auch nicht anspruchsvolle Unterhaltung bietet.

Kurzfazit: Etwas spannendere, aber weiterhin seichte und kurzweilige Sport-Science-Fiction-Serie, die trotz Genre-Standards ordentlich unterhält und ein rundes Ende bietet.

Serienfazit: Aokana: Four Rhythm Across the Blue ist eine recht typische Ganbatte-Serie, deren größte Besonderheit die Science-Fiction-Sport Flying Circus ist. Doch trotz üblicher Elemente und stereotypischer Charaktere, können die zwölf Episoden kurzweilig unterhalten. In der zweiten Hälfte zieht die Geschichte etwas an und bietet mehr Spannung, ohne den eher seichten Rahmen zu verlassen. Das ist angenehm und wird von den sympathischen Figuren unterstützt. Abgerundet wird die Visual-Novel-Adaption von einem zufriedenstellenden Ende, das einen gelungenen Abschluss für Aokana darstellt.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Aokana: Four Rhythm Across the Blue – Vol. 2!

Details
Titel: Aokana: Four Rhythm Across the Blue – Vol. 2
Originaltitel: Ao No Kanata No Four Rhythm
Genre: Science-Fiction, Ganbatte, Sport
Regie: Fumitoshi Oizaki
Studio: Gonzo K.K.
Produktionsjahr: 2016
Laufzeit: ca. 143 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Key Animation, Character Designs, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungstermin: 28. März 2019
Herstellerseite: Aokana: Four Rhythm Across the Blue – Vol. 2 bei KSM Anime

© Gonzo K.K. / KSM Anime

Lesetipp: Rezension: Aokana: Four Rhythm Across the Blue – Vol. 1 (Blu-ray)