Rezension: Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl (Blu-ray)

Im Film Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl müssen sich Arata, Lilith und die anderen einer neuen Bedrohung stellen.

Als Teufelsanwärter Arata Liliths Grimoirs, die Hermes-Apogryphen, berührt, saugt das Buch seine Magie auf und erwacht mit eigener Persönlichkeit als kleines Mädchen. Von Arata Lilim genannt, sieht sie in dem Teufelsanwärter und Lilith ihre Eltern. Doch damit nicht genug. Gleichzeitig erwacht die verbotene Unendliche Bibliothek und mit ihr der Weiße Teufel. Bereits kurz darauf müssen sich Arata, Lilith, Lilim und die anderen Trinity Seven mit einem Zerfallsphänomen und einer großen Bedrohung auseinandersetzen. Unterstützung erhalten sie dabei von Hijiri und Lugh sowie Aratas personifizierten Magiebüchern Sora und Iria.

Plötzlich Eltern

Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl beginnt mit einem mehrminütigen Rückblick auf die Ereignisse der Serie. Die Zusammenfassung ist gelungen und vermittelt ein grobes Verständnis von Aratas Werdegang und Beziehung zu den Trinity Seven und anderen Charakteren. Trotzdem richtet sich der Fortsetzungsfilm hauptsächlich an Kenner und Fans des Serienvorgängers, da für Neueinsteiger zu viele Details unklar bleiben. Aufgrund der eher seichten und simplen Geschichte, sind wirkliche Vorkenntnisse jedoch nur bedingt notwendig. In knapp fünfzig Minuten erzählt der Film vom Erwachen von Liliths Grimoire als Lilim sowie dem Erscheinen der Unendlichen Bibliothek und des Weißen Teufels. Schnell fällt auf, dass die Handlung etwas dünn, aber trotzdem kurzweilig unterhaltsam ist.

Weder das große Ensemble noch die einfache Handlung schaden der Spannungskurve wirklich. Außerdem verlässt sich Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl auf die bekannten Elemente der Serie. Anzüglicher, oft auf Aratas perverser Ader und seiner Beziehung zu den Mädchen basierender Humor, trifft auf angedeutete Nacktheit und ordentlich inszenierte Action mit durchaus ansehnlichen Magieeffekten. Schnell erzählt, verzichtet der Film zwar auf klare Charaktervorstellung und nutzt die Bekanntheit der Figuren aus der Serie, weiß die vielen Akteure aber zu nutzen. Obwohl manche Auftritte etwas plötzlich und mit simpler Begründung ablaufen, kommt kein wichtiger Charakter zu kurz und selbst Nebenfiguren dürfen kurz zeigen, was sie ausmacht. Eine nicht zu verachtende Rolle spielt dabei Aratas Beziehung zu den verschiedenen Mädchen in seinem Umfeld. Sei es nun beim gemeinsamen Baden oder im Kampf.

Wirklich Herausragend ist Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl aber nicht. Viel mehr wirkt der Film wie ein zwei bis drei Episoden langer Handlungsstrang, der die Hauptgeschichte zwar etwas ergänzt, aber nur begrenzten Einfluss hat. Charakterentwicklungen bleiben weitgehend aus und treffen höchstens auf Arata und Lilith durch ihre Bindung an Lilim, die in den beiden ihre Eltern sieht, zu. Auf einen charismatischen Antagonisten muss ebenfalls verzichtet werden. Stattdessen bleibt der Weiße Teufel eher blass und stellt einen klischeehaften, übermächtigen Widersacher dar. Wirklich schlimm ist das nicht, da er seine Rolle ausreichend erfüllt. Trotzdem ist immer wieder Potenzial zu erkennen, das auf der Strecke bleibt. Mit etwas mehr Zeit und Ausarbeitung hätte die Geschichte um Lilim, die Unendliche Bibliothek und den Weißen Teufel sogar eine gesamte Staffel füllen können. So aber bleibt der Film hinter den Möglichkeiten zurück und bietet kurzweilige Genre-Kost für Serien-Fans. Diese können sich Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl durchaus ansehen und dürften gut unterhalten werden.

Fazit

Viel habe ich von Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl nicht erwartet. Mit gerade einmal zirka fünfundfünfzig Minuten Laufzeit, von denen etwa fünf Minuten Rückblick sind, fehlt der Raum für große Schritte. Trotzdem hat mich der Film gut unterhalten. Die bekannte Mischung aus Ecchi, Comedy und Action funktioniert und bietet genau das, was Trinity Seven ausmacht. Sicherlich wären etwas bessere Figureneinführung und -darstellung möglich gewesen. Gerade der Weiße Teufel bleibt überaus blass. Dafür werden Arata, Lilith und die anderen ordentlich eingesetzt. Schade ist es um das verschenkte Potenzial der Handlung, die theoretisch mehr bieten könnte. Doch auch so kann Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl Kenner und Fans der Serie kurzweilige Genre-Kost für Zwischendurch bieten. Wer Spaß an den bisherigen Abenteuern von Arata, Lilith und den anderen hatte, macht mit der Filmfortsetzung wenig falsch.

Kurzfazit: Seichte, kurzweilige Genre-Kost mit ordentlicher Figurennutzung, aber blassem Antagonisten und spannender Geschichte, die Potenzial verschenkt.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl!

Details
Titel: Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl
Originaltitel: Gekijouban Toriniti Sebun: Yuukyuu Toshokan to Rekinjutsu Shoujo
Genre: Action, Comedy, Ecchi
Regie: Hiroshi Nishikiori
Studio: Seven Arcs Pictures
Produktionsjahr: 2017
Laufzeit: ca. 56 Minuten (Blu-ray), ca. 54 Minuten (DVD)
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1) , Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Promo-Videos, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 28. Februar 2019
Herstellerseite: Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl bei KSM Anime

© Seven Arcs Pictures / KSM Anime

Lesetipp: Rezension: Trinity Seven – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension: Trinity Seven – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension: Trinity Seven – Vol. 1 (Blu-ray)