Rezension: Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 – Vol. 3 (Blu-ray)

Takeru muss sich in Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 Volume 3 einem folgenschweren Versprechen und dem Schicksal seiner kleinen Schwester stellen.

Der Test-Trupp 35 hat wieder ein Abenteuer überstanden und beginnt, sich neuen Missionen zu stellen. Diese führen Takeru, Ouka, Usagi, Ikaruga und Mari in einem Undercover-Einsatz ins Nachtleben, bevor es bei einem weiteren Einsatz ans Meer geht. Takeru plagen jedoch auch andere Sorgen. Regelmäßig besucht er seine kleine Schwester Kiseki, die aufgrund ihrer unkontrollierbaren Kräfte in einem Hochsicherheitsgefängnis in ewigem Schlaf verweilt. Mit ihren Fähigkeiten wäre Kiseki sogar in der Lage, die gesamte Welt zu absorbieren. Daher fürchtet sie sich selbst nicht nur vor jenen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen wollen, sondern auch vor ihrer eigenen Macht. Für seine Schwester wünscht sich Takeru ein unbeschwertes Leben. Doch er muss sich entscheiden. Beschützt er Kiseki oder erfüllt er ein folgenschweres Versprechen? An seiner Seite stehen seine Freunde des Test-Trupp 35, die immer zu ihm halten.

Spannender Abschluss

Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 Volume 3 steigt nicht direkt mit einem großen Handlungsbogen ein. Stattdessen erzählt Episode neun zwei kleine, amüsante Einsätze der Verlierer-Truppe und sorgt nach dem Ernst des zweiten Volumes für etwas Auflockerung. Die fröhliche Zeit von Takeru, Ouka, Usagi, Ikaruga und Mari wird ordentlich umgesetzt und bringt ein paar witzige Momente mit sich. Erst ermittelt der Test-Trupp 35 Undercover in einem Nachtklub, was gerade Ouka an ihre Grenzen bringt. Anschließend geht es ans Meer – Bikinis natürlich inbegriffen. Beide Kurzmissionen setzen deutlich stärker auf Humor und die Einbindung von erotischen, niemals wirklich expliziten Szenen als auf Spannung, Story oder Action. Als kleine Abwechslung ist das aber durchaus in Ordnung und funktional.

Weitaus größer fällt der abschließende Handlungsbogen rund um Takerus Schwester Kiseki aus. Bisher war von dem Mädchen nur bekannt, dass Takeru wegen ihr Inquisitor werden möchte und Geld benötigt, um sie zu unterstützen. Nun wird erstmals klar, was es genau mit Kiseki, die in einem Hochsicherheitsgefängnis sitzt, auf sich hat. Durchaus mit etwas Spannung erzählen die finalen drei Episoden von der Bindung der Geschwister und der Gefahr, die von Kisekis Fähigkeiten ausgeht. Gleichzeitig wird aber auch die mittlerweile enge Beziehung des Test-Trupp 35 noch einmal deutlich. Hier zeigen sich bisherige, wenn auch angesichts der seichten Figuren, kleine Charakterentwicklungen. Alles bleibt im Rahmen der eher simpel gestrickten Serie, funktioniert aber für die Geschichte gut. Die Aktionen und Entscheidungen der Hauptfiguren sind gerade aufgrund der Erlebnisse der vorherigen Episoden nachvollziehbar und so manches Ereignis hat noch einmal Nachwirkungen. Das gilt besonders für Ouka, die sich wie erwartet, von allen Charakteren am stärksten gewandelt hat.

Dabei ist Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 recht konsequent und nutzt die geschaffenen Möglichkeiten, ohne aus dem selbst geschnürten Korsett einer einfachen Action-Fantasy-Serie auszubrechen. Negativ ist das aber nicht, da gute Unterhaltung geboten wird. Gerade Genre-Fans dürften an den ordentlich inszenierten Kämpfen, bei denen lediglich manche CGI-Einbindung nicht ganz überzeugend ist, gefallen finden. Die vielleicht größte Stärke des finalen Handlungsbogens sind aber tatsächlich die Figuren, die im Laufe der Serie immer sympathischer geworden und längst an Herz gewachsen sind. So stereotypisch Takeru, Ouka und die anderen auch sein mögen, unweigerlich fiebert man mit ihnen mit und entwickelt ein Interesse am Schicksal der unschuldigen Kiseki, deren Leben alles andere als angenehm ist. Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 setzt hier auch auf Rückblicke in die Kindheit von Takeru und Kiseki und baut auf diese Weise stärkere Drama-Elemente ein. Alles in allem mag die Geschichte dadurch zwar nicht enorm anziehen, versteht es aber Spannung aufzubauen und bis zum Ende zu unterhalten. Der Abschluss fällt dann auch zufriedenstellend, aber erwartungsgemäß, vorläufig aus. Obwohl ein durchaus ordentliches Ende erzählt wird, ist es eindeutig, dass die Geschichte noch weiter geht. Für ein Staffelfinale absolut in Ordnung, als Serienabschluss mal wieder ein wenig bitter, da weder mit einer Fortsetzung noch einer Veröffentlichung der Light-Novel-Vorlage in Deutschland zu rechnen ist. Gerade der letzte Handlungsbogen weckt jedoch etwas Interesse am weiteren Verlauf der Geschichte. Immerhin wird kein zu harter Cliffhanger geboten, so dass man mit dem Ende leben kann.

Fazit

Locker steigt Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 Volume 3 mit zwei Kurzgeschichten ein, bevor der finale Handlungsbogen mich tatsächlich noch einmal etwas mehr von der Serie überzeugt hat. Sicher Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 ist alles andere als anspruchsvoll. Die Charaktere entsprechen stereotypischen Mustern, die Geschichte ist simpel gestrickt und so manches Genre-Klischee wird genutzt. Aber das ist nicht zwingend schlecht. Da ich nach den ersten beiden Volumes nicht mehr von der Serie erwartet habe, wurde ich auch nicht enttäuscht und konnte mich gut darauf einlassen. Als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch funktioniert Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 Volume 3 ziemlich gut. Gerade das Finale ist spannend und setzt die längst sympathisch gewordenen Figuren gut ein. Dazu gibt es genau die richtige Mischung aus den bekannten Serien-Elementen. Neben actionreichen Kämpfen sind das eine gute Portion Humor und eine Prise Erotik. Letztere beiden werden zwar vorwiegend in der Auftaktepisode von Volume 3 eingesetzt, sorgen aber so für einen lockeren Einstieg. Lediglich das Ende behält einen bitteren Beigeschmack, da trotz durchaus zufriedenstellendem Abschluss klar ist, dass die Geschichte noch weitergeht. Trotzdem können Genre-Fans, die eine einfache Serie für Zwischendurch suchen, einen Blick wagen.

Kurzfazit: Kurzweilig unterhält der Serien-Abschluss mit der gewohnten Mischung aus Action, Humor, Erotik und Fantasy und erzählt ein spannendes Finale mit den sympathischen Charakteren.

Serienfazit: Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 ist eine recht typische Action-Comedy-Ecchi-Serie mit Fantasy-Elementen. Eine Gruppe der schlechtesten Schüler versucht sich an der Inquisitoren-Schule durchzuschlagen, kämpft gegen böse Hexen, Monster und Organisationen und rauft sich immer mehr zusammen. Das kann trotz Klischees und Stereotypen kurzweilig unterhalten und bietet einige spannende Handlungsbögen und gelungene, wenn auch einfache Figurenentwicklungen. Genre-Fans sollten einen näheren Blick wagen.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 – Vol. 3!

Details
Titel: Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 – Vol. 3
Originaltitel: Taimadou Gakuen Sanjuugo Shiken Shoutai
Genre: Action, Fantasy, Comedy, Ecchi
Regie: Tomoyuki Kawamura
Studio: Silver Link
Produktionsjahr: 2015
Laufzeit: ca. 94 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Promo-Videos und Commercials, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 06. Dezember 2018
Herstellerseite: Anti-Magic Academy – Test-Trupp 35 – Vol. 3 bei KSM Anime

© Silver Link / KSM Anime

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