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Dez 06 2018

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Rezension: ACCA: 13-Territory Inspection Dept. – Vol. 2 (Blu-ray)

Die Intrigen um einen möglichen Staatsstreich ziehen in ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 2 weiter an.

Gerüchte um einen möglichen Staatsstreich machen die Runde und innerhalb von Acca gehen verschiedene Mächte unterschiedlich damit um. Jean Otus, der noch immer unwissentlich in die Pläne fremder Personen hineingezogen wird, reist weiter durch die Provinzen, um die örtlichen Acca-Büros einer Inspektion zu unterziehen. In Birra kommt er nach einem eindeutigen Hinweis seinem Beobachter auf die Spur. Dessen Identität überrascht Jean jedoch nicht mehr. Derweil rücken neue Indizien zum Staatsstreich in den Vordergrund und eine weitere Person gerät unter Verdacht. In Dowa kommt es für Jean zu einer bedeutsamen Begegnung. Aber erst eine überraschende Enthüllung, könnte für ihn alles verändern.

Langsame Spannung

Unaufgeregt und ruhig folgt ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 2 in vier Episoden weiter Jean Otus. Statt den Fokus erneut fast ausschließlich auf die Inspektionen des stellvertretenden Leiters der internen Abteilung von Acca zu legen, zieht die Geschichte langsam aber sicher an. Zwar reist Jean weiterhin durch die Provinzen des Königreichs, um die dortigen Acca-Büros zu überprüfen, aber die jeweiligen Besuche sind wesentlich kürzer angesetzt. Mehrere Inspektionsreisen werden in einer Episode abgehandelt und statt die Umstände in den jeweiligen Regionen detailliert zu thematisieren, konzentriert sich die Serie im zweiten Drittel deutlich stärker auf die Geschichte selbst. Der ruhigen, gemächlichen Erzählweise bleibt ACCA: 13-Territory Inspection Dept. dabei weiterhin treu. Wie schon zuvor verzichtet der Spionge-Thriller auf Action-Szenen und baut Spannung eher unterschwellig und langsam auf. Dafür wird eine interessante, entspannte und doch irgendwie packende Atmosphäre geschaffen.

Zu verdanken ist das der immer mehr anziehenden Handlung. Ohne zu große Schritte zu wagen, zu viel zu enthüllen oder den möglichen Staatsstreich zu offensichtlich in den Vordergrund zu rücken, entwickelt die Serie eine packende Geschichte. Gestrickt ist diese noch eindeutiger als bisher um Jean Otus und sein direktes Umfeld, besonders seinen Freund Nino und seine Schwester Lotta. Die Gründe dafür sind leider relativ früh zu erahnen. Hinweise darauf gab es bereits im ersten Volume. Deshalb ist die große Enthüllung in Episode sieben inklusive des ausführlichen Rückblicks in Episode acht nur bedingt überraschend. Der Serie schadet das jedoch kaum, da große Spannungssprünge oder unerwartete Wendungen nicht nötig sind, um ein wenig Neugier zu wecken. Damit zeigt sich, dass ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 2 deutlich besser funktioniert und fesseln kann, als noch der Vorgänger. Das gezeigte Potenzial wird zumindest zu einem Teil genutzt, was der Serie sichtlich zu Gute kommt.

Dafür bleiben die Charaktere weiterhin eher unnahbar und bewahren ihre Gedanken im Schatten. Trotzdem wirken Jean, Lotta, Nino und die anderen Figuren im Gegensatz zum ersten Serien-Viertel greifbarer und es lässt sich leichter eine Bindung zu ihnen aufbauen. Zusammen mit der bereits gegebenen grundsätzlichen Sympathie, die viele Akteure ausstrahlen, der unaufgeregten Art, die auch auf die Figuren zutrifft und der entspannt-spannenden Atmosphäre, zeigt ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 2, wie stark eine Serie sich ohne große Veränderungen verbessern kann, wenn die Geschichte voranschreitet. Dennoch bleibt ACCA: 13-Territory Inspection Dept. speziell und gerade die ruhige Art dürfte nicht jedem gefallen. Als klassischer Polit- und Spionage-Thriller ohne große Action und mit langsamem Spannungsaufbau funktioniert die Serie aber gut und weiß vorhandenes Potenzial zu nutzen. Gerade deshalb könnte das finale dritte Volume interessant werden.

Fazit

ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 1 hat mir grundsätzlich gefallen, konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Wie gut sich die Serie entwickeln könnte, hat sich aber bereits in den ersten vier Episoden gezeigt. Volume zwei beweist, dass das gezeigte Potenzial gut genutzt wird. Ohne dass sich die unaufgeregte und ruhige Art der Serie verändert, zieht die Geschichte an und hat es geschafft, mich mit einem langsamen Spannungsaufbau auf interessante Weise zu fesseln. Dabei stört mich nicht, dass die größeren Enthüllungen und Wendungen vorhersehbar sind. Viel wichtiger ist, dass die Geschichte in sich weitgehend schlüssig ist und interessant bleibt. Zudem erhält sich die Serie genug Geheimnisse, um meine Neugier bezüglich der Fortsetzung zu wecken. Dazu trägt auch der gelungene Rückblick in Episode acht sowie die sanfte Figurenentwicklung, durch die ich besser mit den Charakteren empfinden kann, bei. Mit ACCA: 13-Territory Inspection Dept. Volume 2 zeigt die Serie, dass Anhänger ruhiger Polit- und Spionage-Thriller der Serie definitiv eine Chance geben sollten.

Kurzfazit: Ohne den unaufgeregten Grundton zu ändern, wird das gezeigte Potenzial gut genutzt, so dass die Geschichte langsam anzieht und trotz leichter Vorhersehbarkeit weiterhin neugierig stimmt.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von ACCA: 13-Territory Inspection Dept. – Vol. 2!

Details
Titel: ACCA: 13-Territory Inspection Dept. – Vol. 2
Originaltitel: ACCA Jūsanku Kansatsuka
Genre: Drama, Thriller
Regie: Shingo Natsume
Studio: Madhouse
Produktionsjahr: 2017
Laufzeit: ca. 97 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: OVA 3 und 4 (Deutsch/Japanisch), Opening- und Ending Song, PV- und Commercial-Collection, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungstermin: 15. November 2018
Herstellerseite: ACCA: 13-Territory Inspection Dept. – Vol. 2 bei KSM Anime

© Madhouse/ KSM Anime

Lesetipp: Rezension: ACCA: 13-Territory Inspection Dept. – Vol. 1 (Blu-ray)

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