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Nov 23 2018

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Rezension: Atom the Beginning – Vol. 2 (DVD)

Atom the Beginning Volume 2 bringt Roboter A106 und seine Schöpfer Umataro und Hiroshi in einige chaotische, gefährliche und witzige Situationen.

Weiterhin verfolgen die beiden Wissenschaftler Umataro Tenma und Hiroshi Ochanomizu ihr Ziel, einen Roboter mit Bewusstsein und Herz zu erschaffen. Das aktuelle Ergebnis ihrer Arbeit, der Menschformroboter A106, muss sich in allerlei Situationen beweisen. So unterstützen die beiden Forscher gemeinsam mit A106 den Speditionsunternehmer Kensaku Ban bei einem großen Auftrag und geraten prompt in einen gefährlichen Zwischenfall. Aber auch Streit im Team, die Teilnahme von Hiroshis Schwester Ran mit ihrem Schulklub an einem Roboterwettkampf sowie eine Einladung zum Roboter-Wrestling, beschäftigt die Freunde.

Ereignisreicher Alltag

Große Änderungen bringt Atom the Beginning Volume 2 nicht mit sich. Ähnlich wie im ersten Seriendrittel, erzählen die vier Episoden vorwiegend eher locker-leicht, aber durchaus auch spannend und mit etwas Action versehene Alltagssituationen rund um Umataro, Hiroshi, A106, Ran und Motoko. Dabei bleibt nicht nur die Forschung der Protagonisten als roter Faden erhalten, sondern auch Hintergründe Handlungselemente, die außerhalb des Sichtfelds der Figuren passieren. So greift etwa Episode fünf, die den Auftakt des Volumes darstellt, den Handlungsteil rund um zwei Kriminelle und ihre Machenschaften auf. Natürlich beeinflussen die Aktionen des entsprechenden Hackers auch wieder Umataro, Hiroshi und die anderen. Das Prinzip von möglicherweise gefährlichen oder zumindest heiklen Situationen, in die A106 selbstständig eingreift um jemanden zu retten oder Schlimmeres zu verhindern, bleibt ebenfalls erhalten. Dadurch folgt Atom the Beginning teilweise einer festen Struktur, die aber nicht negativ auffällt, da Geschichte und Figuren sich gut zusammenfügen und einen hohen Unterhaltungswert garantieren.

Es macht einfach Spaß das recht chaotisch-verrückten Hauptfigurenensemble zu beobachten. Allgemein zeigt sich, dass die Charaktere eine der größten Stärken der Serie sind. Erneut beweisen die individuellen Akteure viel Gefühl, sind gut geschrieben und stechen auf sympathische Weise hervor. Dabei funktioniert die Gruppe stets. Egal ob nun in ruhigen Momenten wie beim Essen, bei heftigen Streits, emotionalen Situationen oder einfach nur bei alltäglichen Gesprächen. Langsam wachsen Umataro, Hiroshi, A106, Ran und Motoko einem immer mehr ans Herz. Um so willkommener ist es, dass die fünf Protagonisten immer deutlicher charakterisiert werden und sich so ein besseres Verständnis für sie einstellt. Sicher lässt sich der Serie eine leichte Überzeichnung und etwas zu lockere Ausrichtung vorwerfen. Wirklich große Schwächen, die nicht zu Humor oder positiven Eigenschaften beitragen, sind eher selten, doch in der Geschichte von Atom the Beginning stört das kaum. Genauso wenig wie die eher oberflächliche Darstellung möglicher Widersacher, die insgesamt eher blass bleiben, aber selbst bei größerer Bedeutung nur wenige Auftritte haben.

So unterhaltsam Atom the Beginning Volume 2 ist, es ist gut, dass sich im Laufe der vier Episoden Anzeichen für Veränderungen zeigen. Etwa dadurch, dass statt Umataro und Hiroshi zeitweise Ran stärker im Fokus steht. Oder das Einbinden einer größeren, mit einem kleinen Cliffhanger dienenden Storyline. Hier spielen A106 besondere Leistung und seine Fähigkeiten eine wichtige Rolle und zugleich wird ein wenig mehr Action geboten. Sogar der Spannungsaufbau zieht etwas an, ohne dass die locker-leichte Atmosphäre verloren geht. Das passt gut zu Atom the Beginning und verspricht im finalen dritten Volume nicht nur eine interessante Geschichte, sondern auch die angenehme Stimmung, die viel zum Unterhaltungswert der Serie beiträgt.

Fazit

Vielleicht ist Atom the Beginning Volume 2 im Kern etwas seicht, aber mich hat das nicht gestört. Eher hatte ich mit den vier Episoden meinen Spaß. Die sich nicht ganz so ernst nehmende Geschichte passt gut zum Setting und wird sinnvoll mit Humor, Alltagssituationen und Action angereichert. Daraus ergibt sich eine unterhaltsame Mischung, die besonders von den sympathischen und liebenswerten Hauptfiguren profitiert. Dass zudem zum Ende hin eine leichte Wandlung der Handlungsstruktur vorgenommen wird, kommt der Serie zu Gute, verspricht etwas mehr Spannung im finalen Volume, ohne dass zu befürchten ist, die charmanten Art von Atom the Beginning würde darunter leiden. So bin ich gespannt, wie die Geschichte weitergeht und freue mich bereits auf Volume 3.

Kurzfazit: Leichtgängige Science-Fiction-Comedy-Serie, die von den liebenswerten Figuren profitiert und mit einer guten Mischung aus Humor, Alltag, Spannung und Action sowie der charmanten Grundstimmung unterhält.

Vielen Dank an Universum Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Atom the Beginning – Vol. 2!

Details
Titel: Atom the Beginning – Vol. 1
Originaltitel: Atom: The Beginning
Genre: Science-Fiction, Action, Comedy, Alltag
Regie: Tatsuo Satou, Katsuyuki Motohiro
Studio: Signal MD, Production I.G., OLM
Produktionsjahr: 2017
Laufzeit: ca. 92 Minuten (DVD), ca. 96 Minuten (Blu-ray)
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 23. November 2018
Herstellerseite: Atom the Beginning – Vol. 2 bei Universum Anime

© TEZUKA PRODUCTIONS,Masami Yuuki,Tetsuro Kasahara,HERO’S/ATOM THE BEGINNING Project

Lesetipps: Rezension: Atom the Beginning – Vol. 1 (DVD)

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