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Sep 26 2018

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Rezension: To Love Ru: Darkness – Vol. 3 (Blu-ray)

Der chaotisch-verrückte Alltag geht in To Love Ru: Darkness Volume 3 mit vier neuen Episoden rund um Rito, Momo, Yami und ihre Freunde ins Staffelfinale.

Wieder einmal sorgt eine Erfindung von Lala für Ärger: Durch eine Fehlfunktion kleben Ritos und Yamis Hände plötzlich zusammen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als den gesamten Tag zusammen zu verbringen. Das sorgt nicht nur bei Yami, die Rito noch immer als Attentatsziel bezeichnet, für seltsame Gefühle, die sie nicht einordnen kann. Außerdem blickt sie zurück in ihre Vergangenheit und auf den Grund, weshalb sie erschaffen wurde. Mea folgt derweil weiter den Befehlen ihres mysteriösen Meisters und Momo mischt sich in Ritos Leben ein und versucht ihren Haremsplan umzusetzen. An der Schule sorgt zudem eine neue Lehrerin für Aufsehen bei den Jungs. Außerdem sieht sie irgendjemandem ungewöhnlich ähnlich.

Einflüsse der Vergangenheit

To Love Ru: Darkness Volume 3 folgt in den vier finalen Folgen der ersten Staffel dem eingeschlagenen Weg. Im Mittelpunkt stehen erneut vorwiegend Rito, Momo und Yami. Glücklicherweise werden andere liebgewonnene Figuren wie beispielsweise Lala, Haruna, Yui und Mikan nicht vergessen. Trotzdem ist der Anteil an relevanten Auftritten für die in To Love Ru: Trouble und Motto To Love Ru: Trouble noch zentralen Charaktere leider recht gering. Gerade bei Lala und Haruna führt das, wie schon bei To Love Ru: Darkness Volume 1 und teilweise bei Volume zwei, zu einigen offenen Fragen. Schließlich sind die beiden Mädchen eigentlich sehr wichtig für Rito, trotzdem scheinen sie in seinem Leben nur noch eine untergeordnete Rolle zu spielen – und akzeptieren das auch. Viel mehr berücksichtigt die Serie diese Diskrepanz meist nicht. Lediglich zum Staffelfinale in Episode zwölf wird dieser Fakt ein wenig stärker hervorgehoben und verdeutlicht, dass es Momo ist, die Ritos Leben derart beeinflusst und verändert. Trotzdem bleibt eine leichte Unkontinuität bezüglich der Figurendarstellung bestehen. Das ist bedauerlich, schadet dem allgemeinen Unterhaltungswert des dritten Volumes aber nur bedingt.

Zu verdanken ist das der gelungenen Geschichte inklusive dem bekannten auf Slapstick und Fettnäpfchen sowie erotischen Anspielungen basierendem Humor. Wie von To Love gewohnt, muss Rito mit allerlei peinlichen Situationen und Missgeschicken zurecht kommen. Dabei behält To Love Ru: Darkness allerdings die im Vergleich zu den Vorgängern ernstere und dunklere Stimmung bei. Weiterhin agiert im Hintergrund der unbekannte Meister von Mea und versucht Yami für sich zu gewinnen. Obwohl gerade aufgrund von Yamis Vergangenheit, die recht ausführlich beleuchtet wird, der düstere Teil der Handlung zeitweise in den Vordergrund rückt, verliert sich die Serie nicht darin. Der locker-fröhliche To-Love-Unterton bleibt stets vorhanden und jede noch so gefährliche oder ernste Situation wird mit Humor oder Erotik angereichert. So sind Rito und Yami aufgrund der Fehlfunktion einer von Lalas Erfindungen aneinander gebunden. Das sorgt nicht nur für einige mitunter peinlichen Probleme, sondern bringt die beiden auch näher zusammen. Hier gelingt es der Serie überraschend gut zwischen den verschiedenen Genre-Einflüssen zu wandeln und sowohl die Geschichte spannend und interessant zu halten und gleichzeitig der To-Love-Stimmung treu zu bleiben. Allerdings fallen die Erotik-Elemente erneut deutlich stärker aus, als bei den beiden vorherigen Staffeln. Häufige Nacktszenen gehen Hand in Hand mit sexuellen Anspielungen und sogar fast eindeutigen Handlungen. Diesbezüglich hält sich To Love Ru: Darkness Volume 3 nicht zurück, übertreibt es aber glücklicherweise nicht und bindet fast alles im Sinne des Franchises ordentlich in das Geschehen mit ein. Hilfreich ist dabei natürlich Momos Harmes-Plan, Ritos Tollpatschigkeit und die allgemein verrückt-chaotische Art der Serie.

Das sowieso große Ensemble erhält mit Tearju Lunatique sogar noch sinnvollen und gelungenen Zuwachs. Die gut aussehende neue Lehrerin von Ritos und Lalas Klasse zieht nicht nur die Aufmerksamkeit der Jungs auf sich, sondern bringt mit ihrer Tollpatschigkeit auch ordentlichen Humor ein. Gleichzeitig erfüllt sie eine wichtige Rolle, die gerade mit Blick auf die bei FilmConfect bereits im November folgende zweite Staffel interessante Möglichkeiten mit sich bringt. Tearju Lunatique fügt sich schnell und gut in die Geschichte ein, erfüllt ihre Aufgabe und trägt dadurch zur Lüftung zumindest kleinerer Geheimnisse bei. Letzteres mag zwar ein wenig konstruiert wirken, dem Spaßfaktor schade das aber glücklicherweise nicht. Allgemein ist das Staffelfinale gelungen. Momos und Yamis Entwicklung wird offensichtlich und die offenen Handlungsfäden versprechen Potenzial für die zweite Staffel. Sowohl bezüglich der Geschichte als auch der Figuren und des gewohnten Ecchi-Comedy-Humors. Bleibt zu hoffen, dass To Love Ru: Darkness 2nd das bekannte Figurenfeld auch über Rito, Momo, Yami und Mea besser zu nutzen weiß. Bis dahin machen To-Love- und Ecchi-Fans mit To Love Ru: Darkness Volume 3 wie gewohnt nichts falsch. Die vier Episoden bieten wie schon die vorherigen Volumes gelungene Genre-Unterhaltung.

Fazit

Obwohl ich mich bereits an die etwas andere Art von To Love Ru: Darkness im Vergleich zu To Love Ru: Trouble und Motto To Love Ru: Trouble gewöhnt habe, hat mich die oberflächliche Nutzung der bisherigen Figurenbeziehungen erneut gestört. Der geringe Kontakt zwischen Rito und Lala oder auch zu Haruna, Yui und den anderen wirkt oft etwas seltsam. Glücklicherweise lockert das Staffelfinale diesen Fakt in der letzten Episode mehrmals auf und zeigt Rito im Umgang mit vielen seiner vorwiegend weiblichen Bekanntschaften. Allerdings ist das schon meckern auf einem relativ hohen Niveau, da mich To Love Ru: Darkness Volume 3 trotz meiner Kritik wieder gut unterhalten hat. Gerade Yamis Geschichte hat mich gepackt und gezeigt, dass To Love weitaus mehr ist als bloße Ecchi-Comedy. Die ernstere Handlung steht der Serie gut und ist hervorragend mit dem gewohnten Humor und den (zugegeben deutlich häufigeren und intensiveren) Erotik-Szenen verknüpft. Daraus ergibt sich, angereichert mit einer durchaus spannenden Geschichte, ein unterhaltsamer Genre-Mix rund um den chaotisch-verrückten Alltag von Rito, Momo, Yami und den anderen. To-Love-Fans kann ich die dritte Serie empfehlen. Lobenswert ist auch, dass FilmConfect die zweite Staffel ohne größere Pause veröffentlicht. Das dritte Volume zeigt interessante Möglichkeiten, offenbart Potenzial und hat meine Vorfreude auf die Fortsetzung noch etwas weiter angefacht.

Kurzfazit: Angereichert mit einem spannenden, ernsten Storyfaktor unterhält To Love Ru: Darkness Volume 3 mit dem gewohnt chaotischen Ecchi-Comedy-Harems-Romantik-Mix sowie interessanter Charakter- und Handlungsnutzung.

Vielen Dank an FilmConfect für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von To Love Ru: Darkness – Vol. 3!

Details
Titel: To Love Ru: Darkness – Vol. 3
Originaltitel: To Love-Ru: Trouble – Darkness (To Loveる -とらぶる- ダークネス)
Genre: Comedy, Ecchi
Regie: Atsushi Ōtsuki
Studio: Xebec
Produktionsjahr: 2012
Laufzeit: ca. 98 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD Master Audio 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bonus: Booklet
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 17. August 2018
Herstellerseite: FilmConfect Anime

© Xebec / FilmConfect

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