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Sep 03 2018

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Rezension: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 3 (Blu-ray)

Ein Neuankömmling verändert zum Finale in Valkyrie Drive: Mermaid Volume 3 alles und bringt nicht nur Mirei und Mamori in Gefahr.

Die geheimnisvolle Organisation schickt Momoka Sagara auf die Insel Mermaid. Mit ihrer Unterstützung gelingt es Charlotte Akiras Geheimnis aufzudecken und als neue Gouverneurin die Kontrolle über Welter zu erlangen. Sofort werden sämtliche Bewohner der Insel in der Feste inhaftiert und qualvolle Tests an ihnen durchgeführt. Gemeinsam dringen Mirei und Mamori in das Schloss ein, um die Gefangenen zu retten. Dabei kommt es zur schicksalhaften Begegnung von Momoka und Mirei, die einst als Partner zusammen gekämpft haben. Allerdings ist es nicht Mirei, die Momokas Hauptinteresse weckt, sondern Mamori und deren ungeheures Potenzial.

Erotisches Action-Finale

Nach einem eher durchwachsenen Auftakt mit Potenzial und dem episodisch seicht humorvollen zweiten Volume, fällt das Finale von Valkyrie Drive: Mermaid ernster und storylastiger aus. Als Grundlage für die Ereignisse in den letzten vier Episoden dient die Expedition von Mirei, Mamori, Meifon und den als LadyLady bekannten Rein und J in eine geheime Anlage aus Folge acht. Bereits das Ende des zweiten Volumes deutete diesbezüglich eine neue Gegenspielerin, die mit der Rahmenhandlung und Mireis Vergangenheit in Verbindung steht, an. Dabei handelt es sich um Momoka Sagara, die als Neuankömmling auf Mermaid durch ihre starken Exter-Fähigkeiten auffällt. Hier wird schon deutlich, dass die Serie in den letzten vier Episoden den zuvor eingeschlagenen Einzelgeschichten-Weg verlässt und sich weiter der Haupthandlung rund um das Virus, die Insel Mermaid und die geheimnisvolle Organisation widmet. Gänzlich zufriedenstellend wird die Serie diesbezüglich zwar nicht, Vieles bleibt unklar, seicht oder gar lückenhaft, dennoch überrascht Volume drei mit einer ordentlichen Ausnutzung der Geschichte und schafft es sogar, das Interesse an dieser etwas zu erhöhen.

Tiefgründig wird Valkyrie Drive: Mermaid dadurch aber nicht. Weiterhin steht die zentrale Erotik in Verbindung mit actionreichen Kämpfen im Mittelpunkt. Beides zieht zum Finale noch einmal ordentlich an. So gibt es wie schon zuvor wieder viel nackte Haut, wilde Küsse und aufreizende Berührungen, die jedoch noch sexueller angehaucht sind und nicht mehr ausschließlich der Waffenverwandlung dienen. Trotzdem funktionieren die Ecchi-Elemente zumindest innerhalb der Serie des öfteren. Aufgesetzte Szenen sind allerdings weiterhin enthalten, zumal hier auch kleinere Logikprobleme bezüglich der sexuellen Erregung und Höhepunkte in Verbindung mit der Waffenverwandlung auftreten. Eine große Bedeutung hat das aber nicht, da gerade die weitgehend gut inszenierte Action für genau die richtige Abwechslung sorgt. Besonders die Duelle von Momoka und das große Finale, das sich zeitweise etwas zieht und manch erzwungen wirkenden Abschnitt enthält, können hierbei, von kleineren Schwächen abgesehen, überzeugen. Gelungene Verwandlungen, ansehnliche Effekte und riesige Waffen fügen sich gut in die Serie ein und bringen einen kleinen Unterhaltungsfaktor mit sich.

Interessanterweise gelingt es sogar, die bisher eher stereotypischen, klischeehaften und einfach gestrickten Figuren minimal besser darzustellen. Zu verdanken ist das zum einen Momoka und ihrer Verbindung zu Mirei und zum anderen einer unerwarteten Charakterentwicklung. Diese betrifft zwar nicht alle Akteure, aber zumindest Mamori, ein wenig Mirei und angedeutet ein paar wichtige Nebenfiguren, zeigen Spuren von Veränderung und Fortschritt. Das ist auch deshalb gut und wichtig, weil es die Geschichte sowie das ordentliche Ende unterstützt. Zu viel darf natürlich nicht erwartet werden, aber für Valkyrie Drive: Mermaid sind die kleinen Schritte zumindest ein wenig unerwartet. Viele Mängel der Handlung, besonders die Logik- und Plotlücken, wiegt das zwar nicht auf, aber die Serie profitiert trotzdem davon. Dazu gehört auch das an sich runde Ende, das sowohl als Abschluss als auch als Überleitung zu einer nicht zwingend notwendigen Fortsetzung dienen kann.

Fazit

Tatsächlich hat mich Valkyrie Drive: Mermaid Volume 3 ein klein wenig überrascht. Durch die strikt verfolgte Geschichte, zieht diese deutlich an und es gelingt ein durchaus spannendes und interessantes Finale zu erzählen. Dass die Serie dabei nicht tiefgründig wird oder qualitative Sprünge macht, war weder zu erwarten, noch ist es wichtig. Im Kern bleibt Valkyrie Drive: Mermaid sich treu und stellt Erotik und Action vor alles andere. Beide Elemente ziehen spürbar an, was Genre-Fans durchaus gefallen könnte. Für mich war die unerwartete, wenn auch seichte Charakterentwicklung eine kleine, positive Überraschung. Wirklich große Sprünge machen die Figuren zwar nicht, aber bei Valkyrie Drive: Mermaid sind schon kleine Fortschritte mehr als erwartet. An der simplen, stark auf nackte Haut und sexuelle Handlungen fokussierten Geschichte oder den offensichtlichen Mängeln bei Figurendarstellung, Handlungslücken und Logikfehlern hat sich aber nichts geändert. Damit bleibt Valkyrie Drive: Mermaid eher durchschnittliche Ecchi-Action-Kost für Genre-Fans, die kein Problem mit offensichtlichen Schwächen und dem starken Erotik-Anteil haben.

Kurzfazit: Valkyrie Drive: Mermaid Volume 3 überrascht trotz übergeordneter Erotik mit mehr Spannung, Story und Figurenentwicklung, legt die deutlichen Mängeln aber nicht ab.

Vielen Dank an KSM Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Valkyrie Drive: Mermaid– Vol. 3!

Details
Titel: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 3
Originaltitel: Varukirī Doraivu: Mâmeido
Genre: Ecchi/Erotik, Fantasy, Action
Regie: Hiraku Kaneko
Studio: Arms Corporation
Produktionsjahr: 2015
Laufzeit: ca. 96 Minuten
Sprachen: Deutsch (DTS-HD MA 5.1), Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Mini-OVAs, Opening und Ending Song, Trailer, Bildergalerie
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 23. August 2018
Herstellerseite: Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 3 bei KSM Anime

Copyright Arms Corporation / KSM Anime

Lesetipp: Rezension zu Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension zu Valkyrie Drive: Mermaid – Vol. 1 (Blu-ray)

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