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Jun 01 2018

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Rezension: Brynhildr in the Darkness – Vol. 4 (Blu-ray)

Brynhildr in the Darkness Volume 4 beendet mit den letzten drei Episoden und der OVA furios und Wendungsreich die Mystery-Serie.

Entgegen der Anweisungen seiner Vorgesetzten hat Ichijiku die Valkyria Mako Fujisaki mit dem Auftrag die entflohenen Mädchen zu finden, freigelassen. Mit Hilfe ihrer mächtigen Magie, hat sich die S-Klasse-Hexe ihrer Begleiterinnen entledigt. Nur Hatsuna hat dank ihrer Regenerations-Fähigkeiten überlebt und durch die Valkyria von Neko und den anderen erfahren. Kurzerhand sucht sie Unterschlupf in der Sternenwarte. Allerdings bleibt es dort nicht lange sicher. Mako und Ichijiku tauchen auf und Ryota versucht alles, um Neko, Kana, Kasumi, Kotori und Hatsuna zu beschützen.

Überlebenskampf

Die Gefahr, der Ryota, Neko und die anderen ausgesetzt sind, hat sich bereits zum Ende von Episode zehn gezeigt. Doch bevor Brynhildr in the Darkness endgültig in das große Finale einsteigt, wird mit Hatsuna ein neuer Charakter eingeführt. Allgemein bereitet die elfte Folge den Weg für die bevorstehenden Ereignisse und schafft einige noch wichtige Fakten. Bedauerlich daran ist, dass gerade Hatsuna lediglich durch ihre magische Fähigkeit der Regenration eine Daseinsberechtigung erhält und sich durch ihren relativ kleinen Auftritt nicht richtig in das Ensemble einfügen kann. Zwar ist sie überaus wichtig für die weiteren Entwicklungen, doch gerade dadurch erhält ihre Einführung einen leicht bitteren Beigeschmack. Schließlich verstärkt sich deshalb der Eindruck, Hatsuna diene nur als Mittel zum Zweck, um einige überraschende und schockierende Szenen einleiten zu können. Schade, da sie, genauso wie die anderen, über interessante Ansätze verfügt und bei genauerer Ausarbeitung ihr Potenzial hätte mehr nutzen können.

Der spannenden Geschichte und den unerwarteten Wendungen schadet das jedoch nicht. Brynhildr in the Darkness schafft es mit den finalen drei Episoden zu überraschen und schockieren und gleichzeitig die gewohnten Stärken der Serie auszuspielen. Vielleicht abgesehen vom Humor, der lediglich in der elften Folge noch zeitweise eine Rolle spielt und dann angesichts der sich überschlagenden Ereignisse deutlich in den Hintergrund rückt. Das war jedoch beim Finale der Mystery-Serie zu erwarten. Düster, konsequent und mit einer leichten Unnachgiebigkeit, müssen sich Ryota, Neko und die anderen ihren Feinden und den sie einholenden Ereignissen stellen. Dabei werden einige der wichtigsten Fragen beantwortet und die angefangenen Handlungsstränge sinnvoll zusammengeführt und beendet. Gerade eine Wendung ist zwar im Kern zu erahnen, überrascht dann aber doch in ihrer Umsetzung und hat damit großen Einfluss auf die gelungenen Story, die maßgeblich dazu beiträgt, dass Brynhildr in the Darkness so packend bleibt. Zwar können nicht alle Elemente der Geschichte voll überzeugen, doch insgesamt schafft es die Serie zu unterhalten und mit einem weitgehend zufriedenstellenden Ende zu überzeugen.

Als Bonus umfasst Brynhildr in the Darkness noch die OVA-Episode, die eine Szene der elften Episode aufgreift und weiter ausbaut beziehungsweise die Ereignisse im Anschluss daran zeigt. Der Fokus liegt dabei auf den Beziehungen der Mädchen zu Ryota. Dem entsprechend stehen Comedy und Ecchi im Mittelpunkt der Zusatzfolge. Gerade aufgrund der Ernsthaftigkeit und düsteren Atmosphäre des Finales, ist die OVA ein angenehmer Bonus, der jedoch durch die Auflösung ein wenig an Bedeutung verliert. Kurzweilig unterhalten kann die kleine Geschichte trotzdem.

Fazit

Das Finale von Brynhildr in the Darkness fällt in seiner Art in etwa so aus, wie ich es erwartet habe. Comedy und Ecchi werden als kurze Auflockerung genutzt, bevor es ernst wird. Dennoch schaffen es die drei abschließenden Episoden die gewohnten Stärken noch einmal aufzugreifen und gleichzeitig durch unerwartete und spannende Entwicklungen vor den Fernseher zu fesseln. Dass dabei einige Entwicklungen anders ausfallen, als ich im Vorfeld vermutet habe, wertet die Geschichte zusätzlich auf. Auch die Nutzung der Charaktere weiß wieder zu überzeugen. Lediglich Hatsuna wird etwas zu offensichtlich als Mittel zum Zweck für manch erforderliche Situationen verwendet. Der allgemeinen Spannung schadet das jedoch nicht. Auch weil Brynhildr in the Darkness sowohl bei der düsteren Atmosphäre als auch dem überraschend zufriedenstellenden Ende überzeugen kann. Trotzdem würde ich mir eine Fortsetzung der Geschichte wünschen. Die OVA bietet diesbezüglich kaum etwas, funktioniert aber immerhin als kurzweilige Unterhaltung, um noch einmal die weniger ernsten Stärken der Mystery-Serie aufzugreifen. Als kleiner Bonus, um noch ein wenig mehr Zeit mit Ryota, Neko, Kasumi, Kana und Kotori verbringen zu können, ist die Zusatzepisode aber willkommen. Ansonsten gilt: Brynhildr in the Darkness bietet spannende Mystery-Unterhaltung mit Comedy-Ecchi-Einschlag. Genre-Fans sollten auf jeden Fall einen genaueren Blick wagen.

Kurzfazit: Spannendes Finale, das dank unerwarteten Wendungen, düsterer Atmosphäre und guter Figurennutzung überzeugt und zudem die gewohnten Stärken auszuspielen weiß.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Brynhildr in the Darkness – Vol. 4!

Details
Titel: Brynhildr in the Darkness – Vol. 4
Originaltitel: Gokukoku no Brynhildr
Genre: Science-Fiction, Horror, Drama, Action
Regie: Ken’ichi Imaizumi, Naoya Fukushi (CG-Director)
Studio: Arms Corporation
Produktionsjahr: 2014
Laufzeit: ca. 100 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS-HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Extras: Booklet
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 26. Januar 2018
Herstellerseite: Brynhildr in the Darkness – Vol. 4 bei Kazé Anime

© Lynn Okamoto/Shueisha © VAP, YTV, YTE, GENCO, DAX PRODUCTION / Kazé Anime

Lesetipp: Rezension von Brynhildr in the Darkness – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Brynhildr in the Darkness – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Brynhildr in the Darkness – Vol. 1 (Blu-ray)

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