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Apr 13 2018

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Anime-Simulcast-Frühlingssaison 2018 Teil 3

Weitere Serien der Anime-Frühlingssaison sind als Simulcast bei Crunchyroll und Anime on Demand gestartet.

Der dritte Teil der Anime-Frühlingssaison-Artikel steht an. Dieses Mal befasse ich mich mit Golden Kamuy, Yotsuiro Biyori, Cutie Honey Universe und Last Period: The Journey to the End of the Despair.

Golden Kamuy

Studio: Geno Studio
Genre: Abenteuer, Drama
Termin: 09. April 2018
Stream bei Crunchyroll

Worum geht’s?
Der Ex-Soldat Sugimoto hat sich im Russisch-Japanischen Krieg den Beinamen der Unsterbliche verdient. Da die Witwe seines besten Freundes in Geldnot ist, begibt er sich nach Hokkaido und hofft dort vom Goldrausch zu profitieren. Just stolpert er über eine eigenwillige Geschichte rund um einen Schatz, samt Karte, die auf die Körper verschiedener Insassen des Abashiri-Gefängnisses tätowiert wurde. Dank der Hilfe des jungen Ainu-Mädchens Aspira, die ebenfalls eine Verbindung zum Schatz hat, überlebt er in der Wildnis Hokkaidos und die Suche nach dem Schatz beginnt.

Ersteinschätzung
Lediglich durch die Manga-Vorlage war mir der Name von Golden Kamuy ein Begriff, so dass ich ohne großes Wissen, um die Geschichte oder was mich erwartet an die erste Episode gegangen bin. Um so mehr wurde ich überrascht. Setting, Handlung und Charaktere können bereits zum Auftakt überzeugen und schnell baut sich eine packende Spannung auf. Dabei ist es besonders die Goldgräber-Schatzsucher-Thematik, die an einige späte Western erinnert, die Golden Kamuy einen besonderen Reiz verleiht. Sowohl der Russisch-Japanische-Krieg als auch die Ainu, sind etwas, das nur selten thematisiert werden und verleihen der Serie einen frischen Anstrich, der zusätzlich dazu beiträgt, dass Golden Kamuy so gut funktioniert. Zwar dient die erste Episode vorwiegend dazu, die Geschichte und Figuren einzuführen und die Grundlagen zu schaffen, aber bereits das ist so hervorragend erzählt, dass ich gespannt bin, was die Serie in Zukunft zu leisten im Stande ist.

Yotsuiro Biyori (Rokuhoudou Yotsuiro-Biyori)

Studio: ZEXCS
Genre: Slice of Life
Termin: 10. April 2018
Stream bei Crunchyroll

Worum geht’s?
Erzählt wird die Geschichte des traditionellen Cafés Rokuhoudou, das von vier netten, jungen Männern geführt wird. Hier erhalten die Gäste nicht nur exzellenten Kaffee, Tee, Süßspeisen und anderes, sondern auch ein offenes Ohr für allerlei Probleme. Gleichzeitig schlagen sich die vier Betreiber des Cafés mit den alltäglichen Problemen wie etwa der Frühjahrsspeisekarte herum.

Ersteindruck
Anfangs hatte ich wenig Interesse mir Yotsuiro Biyori anzusehen. Die Serie hat mich weder durch das Keyartwork noch Geschichte oder die Café-Thematik, die in anderen Anime durchaus funktioniert, angesprochen. Letztlich habe ich der ersten Episode aber doch eine Chance gegeben und wurde gut unterhalten. Die vierer Truppe des Café Rokuhoudou ist trotz stereotypischer Merkmale sympathisch. Außerdem ist es angenehm, dass die Serie recht früh auf das Klischee der vier jungen, hübschen Männer als Zugpferde eingeht und dieses mittels der leckeren Speisen relativiert. So trügt der erste Eindruck auch etwas und schnell zeigt sich, dass Yotsuiro Biyori als Slice-of-Life-Anime im Café-Setting durchaus etwas zu bieten hat. Die Probleme einer Kundin werden thematisiert, die Hauptfiguren vorgestellt und eine sanfte, angenehme Atmosphäre geschaffen. Das sorgt zwar weder für Spannung, noch lässt sich eine große Geschichte erahnen, als kleine Unterhaltung für Zwischendurch, ist Yotsuiro Biyori allerdings geeignet. Unsicher ist aber noch, ob das Konzept über eine gesamte Staffel funktionieren kann und genug Abwechslung geboten wird.

Cutie Honey Universe

Studio: Production Reed
Genre: Magical Girl, Abenteuer, Action
Termin: 11. April 2018
Stream bei Anime on Demand

Worum geht’s?
Auf den ersten Blick wirkt Honey Kisaragi wie eine normale Schülerin. Doch das blonde Mädchen birgt ein Geheimnis: Sie ist ein Android, geschaffen von Professor Kisaragi. Mit Hilfe der Technologie in ihrem Körper, ist Honey in der Lage alles aus dem Nichts zu erschaffen und sich so in verschiedene Varianten ihrer Selbst zu verwandeln. Darunter etwa Flash Honey oder Fancy Honey. Im Kampf gegen die böse Organisation Panther Claw, benötigt Honey allerdings ihre stärkste Kampfform. Als Cutie Honey tritt sie gegen ihre Gegner, die hinter der Technologie in dem Körper der Androidin her sind und ihren „Vater“ getötet haben, an.

Ersteinschätzung
Die erstmals 1973 in Japan veröffentlichte Manga-Vorlage von Cutie Honey Universe hat bereits mehrere Verfilmungen verschiedenster Art inspiriert. Obwohl die neue Serie ohne große Erklärungen startet, sind mehr Kenntnisse als die grundlegende Geschichte nicht erforderlich. Honey tritt als Teil eines Polizei-Teams gegen die böse Organisation an. Dass sie eine Androidin ist, scheint nicht allgemein bekannt zu sein. Wirklich darauf eingegangen wird allerdings noch nicht. Auch die Hintergründe bezüglich Panther Claw oder Professor Kisaragi bleiben in der ersten Episode noch im Dunkeln. Stattdessen konzentrieren sich die Macher darauf einen Einblick in die Art der Serie zu liefern. Das beinhaltet sowohl einen kurzen Abschnitt aus Honeys Schulalltag als auch ausufernde Kämpfe gegen ihre Widersacher – inklusive Verwandlungsszenen. Soweit normal für das Magical-Girl-Genre. Auffällig ist jedoch, dass Cutie Honey Universe einen recht starken Aspekt auf die erotische Darstellung der vorwiegend weiblichen Figuren legt. Knappe, hautenge Kleidung, Angriffe, die zum Verlust von eben jener führt und fast nackte Charaktere sind ein klarer Bestandteil der Serie. Zu explizit wird es jedoch nie, so dass Cutie Honey Universe dem Ecchi-Stempel vorerst entgeht. Allgemein konnte mich die erste Episode durchaus unterhalten. Die Action ist ordentlich inszeniert, die Charaktere zwar einfach gestaltet, aber grundsätzlich sympathisch und die Grundstimmung ergänzt das alles und sorgt für kurzweiliges Vergnügen. Allerdings müssen erst die kommenden Episoden zeigen, ob Cutie Honey Universe noch mehr kann oder ob letztlich nur leichtgänger Einheitsbrei geboten wird.

Last Period: The Journey to the End of the Despair

Studio: J.C. Staff
Genre: Fantasy
Termin: 11. April 2018
Stream bei Crunchyroll

Worum geht’s?
Die Menschheit wird von als Spirals bekannten Dämonen bedroht. Aus diesem Grund wurde das Arch End gegründet, um die Spirals zu bekämpfen. Jene, die talentiert genug sind, um sich den Dämonen entgegen zustellen werden Periods genannt. Zu ihnen gehören auch Haru, Choco, Leeza und Gajel, die eine böse Überraschung erleben, als sie nach mehreren Tagen in die Stadt zurückkehren. Die achte Zweigstelle von Arch End, für die sie gearbeitet haben, wurde bestohlen und musste deshalb sämtlichen Besitz verkaufen. Lediglich die Leiterin Erika und Campanella sind noch geblieben und haben beschlossen die Zweistelle wieder aufzubauen. Dabei sollen ihnen ausgerechnet die als Versager-Trupp bekannten Haru, Choco, Leeza und Gajel helfen.

Ersteinschätzung
Last Period basiert auf einem Fantasy-Free-to-Play-Spiel aus Japan und kann diese Herkunft bereits beim Design von Figuren und Welt nicht verleugnen. Alles kam mir irgendwie bekannt vor und hat mich an die zahlreichen Mobile-Spiele erinnert, die in eine ähnliche Richtung gehen. Gestört hat mich das jedoch nicht, da die Mischung bei Last Period passt und sich die Serie glücklicherweise nicht ernst nimmt. Im Gegenteil: Recht häufig werden Gelegenheiten genutzt, um sich über typische Elemente von Free-to-Play-Spielen wie etwa unangekündigte Wartungsarbeiten oder Echtgeld-Shops lustig zu machen. Selbst einfach gestrickte Charaktere, deren Eigenschaften sofort erkennbar sind, sind auf diese Weise exzellent genutzt und sorgen dafür, dass Last Period trotz seiner Einfachheit und starken Klischee- sowie Stereotypen-Nutzung Spaß macht. Neu ist das sicherlich nicht und die Fantasy-Serie dürfte kaum einer der Hits der Saison werden, für kurzweilige Genre-Unterhaltung für Zwischendurch ist sie aber definitiv geeignet. Als besonderes Highlight sei noch die Antagonisten dreier-Gruppe Wiseman erwähnt, die bereits bei ihrem ersten Auftritt und durch das Ending den Protagonisten die Show stehlen.

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