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Aug 11 2017

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Rezension: Dusk Maiden of Amnesia – Band 10 (Manga)

Die großen Geheimnisse um Yuko sind gelüftet. Dusk Maiden of Amnesia Band 10 beendet die Mystery-Romantik-Reihe rund um das Geistermädchen.

Gemeinsam ist es Teiichi und Yuko gelungen die Vergangenheit des Geistermädchens aufzudecken. Dadurch hat Yuko ihre Gefühle akzeptiert und es geschafft, ihren einstigen Hass abzulegen, wodurch sie aus dem Diesseits verschwunden ist. Auch das alte Schulhaus, das bisher ihre Heimat und den Sitz der Abteilung für Paranormales beherbergt hat, wurde abgerissen. Während Teiichi versucht seine Trauer zu überwinden und sich mit seinem Schulalltag ohne Yuko abzufinden, setzt Momoe alles daran, die Abteilung für Paranormales wiederzubeleben. Allerdings kann auch eine vermeintliche neue Spukgeschichte Teiichis Interesse nur bedingt wecken. Nach einiger Zeit kommen schließlich neue Gerüchte auf, die sich um Yuko drehen und überaus glaubwürdig klingen. Doch woher stammen sie?

Geisterhaftes Ende

Nach zehn Bänden endet Dusk Maiden of Amnesia und präsentiert ein anderes Ende als die bereits früher abgeschlossene Anime-Adaption der Manga-Reihe. Endlich kann erlebt werden, wie Mangaka Maybe die Geschichte um Yuko und Teiichi zu Ende bringen möchte. Die Handlung setzt an das Ende des neunten Bandes an. Teiichi ist aufgrund seiner Erschöpfung, die er durch die Zeit in Yukos Erinnerungen erlitten hat, im Krankenhaus. Auch nach seiner Rückkehr an die Schule macht ihm der Verlust des Geistermädchens schwer zu schaffen. Allerdings scheint noch nicht alles vorbei zu sein. Kiries Großmutter sieht sich weiterhin in der Schuld und leidet unter ihren einstigen Taten. Hier greift der Manga ein letztes Mal die Verantwortung der Vergangenheit auf, was angesichts dessen, was in den Bänden acht und neun offenbart wurde auch wichtig ist, um einen Abschluss zu finden.

Die größere Konzentration der Geschichte liegt jedoch auf der Wiederbelebung der Abteilung für Paranormales und auf Teiichis Trauer. Beides scheint eng miteinander verflochten. Wie kaum anders zu erwarten, ist es besonders Momoe, die versucht wieder neue Gruselgeschichten und Geheimnisse aufzubringen, mit denen sich die kleine Gruppe beschäftigen kann. Eine solche dient schließlich dazu, um Teiichis Entwicklung ohne Yuko voranzutreiben und wichtige Fakten bezüglich dem Umgang mit Gruselgeschichten und mysteriösen Ereignissen an einer Schule ohne Yuko zu schaffen. Ein weiteres Mal wird deutlich, welch starke Wandlung Teiichi und auch Kirie im Laufe der Reihe vollzogen haben. Es ist faszinierend zu sehen, wie sie an den Erlebnissen mit Yuko gewachsen sind und gleichzeitig noch immer ihre gewohnte Persönlichkeit besitzen. So überraschen manche Reaktionen und Handlungen, während andere genau den Erwartungen entsprechen. Auch deshalb ist das große Geheimnis des dritten Kapitels von Dusk Maiden of Amnesia Band 10 nur bedingt überraschend, passt aber gut in die Geschichte.

Glücklicherweise zieht Maybe die Ereignisse nicht zu lang und bringt die eigentliche Geschichte bereits nach etwa der Hälfte des Abschlussmangas zu Ende. Die Reihe könnte an diesem Punkt enden und würde trotz oder sogar gerade wegen offener Fragen ein würdiges und gelungenes Finale darstellen. Als solches funktioniert es auch, wird aber schließlich durch einen zwei Kapitel umfassenden Epilog, der die letzten losen Fäden aufgreift und neu verknüpft, ergänzt. Hier dürfen wir die Abteilung für Paranormales noch einmal im Einsatz erleben und gleichzeitig Teiichis endgültige Entwicklung erleben. Ein letztes Mal bringt Maybe die zu Beginn der Reihe wichtigsten Elemente ein, den Mix aus Grusel, Humor und Romantik. Dadurch ist der Epilog eine hervorragende Ergänzung, die mehr als nur sinnvoll ist, auch wenn das Ende dadurch weniger mysteriös erscheint. Zur Reihe passt das jedoch sehr gut. Ergänzt wird der Band zudem durch einige Bonusseiten, auf denen das erste Konzept von Dusk Maiden of Amnesia und einige Zeichnungen Einblick in die Arbeit von Maybe liefern.

Fazit

Die Bände acht und neun von Dusk Maiden of Amnesia waren gerade durch den Blick in die Vergangenheit klare Höhepunkte und konnten mit ihrer düsteren Stimmung überzeugen. Dass der zehnte Manga der Reihe diesbezüglich nicht ganz mithalten kann, war zu erwarten. Nichts desto trotz kann auch das Finale überzeugen und hat mich an den Manga gefesselt. Die Geschichte ist spannend erzählt und vermittelt auch durch Teiichis Trauer ein leicht beklemmendes Gefühl, das exzellent durch den gewohnten Humor und die bekannten Gruselelemente aufgelockert wird. Gerade der Epilog kann diesbezüglich überzeugen und zeigt noch einmal die Stärken der Reihe. Doch auch das reguläre Ende nach dem letzten Kapitel, ist mehr als gelungen und hat den perfekten mysteriösen Anklang. Dieser wird zwar durch den ergänzenden Epilog etwas aufgehoben, das stört aber nicht, da es sehr gut zur Reihe passt. So erhält Dusk Maiden of Amnesia einen würdigen Abschluss, der lediglich bezüglich mangelnder Konsequenz bemängelt werden könnte, was aber nicht stört, da das Ende perfekt zur Reihe passt.

Kurzfazit: Würdiger Abschlus von Dusk Maiden of Amnesia, der mit altbekannten Stärken auftrumpft und trotz Vorhersehbarkeit ein gelungenes Ende erzählt.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dusk Maiden of Amnesia – Band 10!

Details
Titel: Dusk Maiden of Amnesia – Band 10
Genre: Mystery
Verlag: Kazé Manga
Autor/Zeichner: Maybe
Seiten: 214
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-2-88921-685-7
Verlagsseite: Dusk Maiden of Amnesia Band 10 bei Kazé Manga
Erscheinungsdatum: 04. Mai 2017

Bilder Copyright Kazé Manga

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