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Jan 27 2017

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Rezension: Dragons Rioting – Band 4 (Manga)

Ein Unterwäschedieb, eine starke ehemalige Schülerin und ein vermeintliches Monster machen Rintaro in Dragons Rioting Band 4 das Leben schwer.

Der Schul-Alltag von Rintaro an der Nangokuren-Oberschule ist alles andere als einfach. Er ist nicht nur einer der wenigen Jungs an der ehemaligen Mädchenschule, sondern leidet auch an einer seltenen Krankheit, die bei sexueller Erregung zum Tod führen kann. Die recht enge und knappe Kleidung seiner Mitschülerinnen und die häufigen Kämpfe denen er sich stellen muss, machen die Lage für ihn nicht einfache. Nun steht ausgerechnet auch noch Schwimmen im Unterricht an. Für Rintaro überaus gefährlich, doch findet er unerwartet in Marokichi einen Verbündeten. Der eher unscheinbar wirkende Schüler zeigt sich ähnlich wie Rintaro wenig begeistert von der Masse an Mädchen an der Schule. Lange Zeit um sich zu unterhalten bleibt den beiden neuen Leidensgenossen allerdings nicht, da Rintaros selbsternannter Schülerin Ayane, die einer der mächtigen Drachen und Anführer an der Nangokuren-Oberschule ist, die Unterwäsche aus der Umkleidekabine gestohlen wird. Kurzerhand ist es an Rintaro die Ermittlungen aufzunehmen. Währenddessen kommt es zu einem mysteriösen Angriff auf eine Vertraute Ayanes und Rintaro begegnet der einst mächtigsten Kämpferin der Schule, Ren.

Ermittlungen und Monster

Wie schon die ersten drei Bände von Dragons Rioting wird die Geschichte im vierten Band zwar weitergeführt, aber erneut in Form eines für sich stehenden Handlungsstrangs, der jedoch Bezug auf vergangene Ereignisse nimmt. Diese Erzählweise von Rintaros Zeit an der Nangokuren-Oberschule macht es einfach dem Geschehen zu folgen, allerdings mangelt es dem vierten Band erneut an einem spannenden Cliffhanger. Auch überraschende Wendungen oder unerwartete Elemente sucht man vergebens. Die Action-Ecchi-Reihe von Mangaka Tsuyoshi Watanabe bleibt sich treu. Das ist aber auch gut so. Bereits im dritten Band hat Dragons Rioting gezeigt, dass das Genre-Korsett auch ohne große Ausbrüche interessante Möglichkeiten bietet.

Zwar wird auf tiefere Charakterstudien oder neue Aspekte bei einer der bekannten Figuren verzichtet, dafür werden mit Marokichi und der bisher nur in Rückblicken und Erzählungen aufgetauchten Ren zwei interessante neue Charaktere eingeführt. Besonders Ren schafft es ein klein wenig zu überraschen, da die starke und wunderschöne Kämpferin eine unerwartete Unsicherheit im Umgang mit Männern an den Tag legt. Hier zeigt sich der zwar nicht überragende, aber durchaus funktionierende Humor von Dragons Rioting. Doch auch Marokichi kann mit seiner unscheinbaren Art und den versteckten Talenten als neue Figur überzeugen und nimmt zudem eine der wichtigsten Rollen ein. Dafür rücken Figuren wie Rino oder Kyoka deutlich in den Hintergrund und haben lediglich kleine Kurzauftritte, durch die sie immerhin im Gedächtnis bleiben. Durch die actionreiche Handlung fällt das aber nicht ins Gewicht, da der Manga die auftretenden Figuren gut zu nutzen weiß.

Das gilt auch für einige Nebencharaktere, die im vierten Band zurückkehren. Unter anderem und vor allem ist das Mell, die mit ihrer vorlauten Art sowohl Rintaro als auch Ren angeht und für so manchen Schmunzler sorgt. Ansonsten versteht es Tsuyoshi Watanabe actionreiche, brachiale Kämpfe und eine gehörige Portion Erotik einzubauen. Sei es der Unterwäsche Diebstahl zu Beginn des Bandes oder wesentlich nacktere Tatsachen zum Ende hin. Da die Ereignisse durch die mit übertriebenen Spezialangriffen geführten Konfrontationen und so manche Überzeichnung kaum ernst zu nehmen sind, fällt der teils doch recht hohe Erotik-Anteil wesentlich weniger schwer ins Gewicht. Allerdings zeigt Dragons Rioting Band 4 genauso wie die Vorgänger, dass von der Reihe kaum mehr als mit Humor unterlegter Action und Erotik zu erwarten ist. Die Charaktere bleiben weitgehend stereotypisch und die Geschichte vorhersehbar und oft nur bedingt spannend. Dennoch kann die Reihe Genre-Fans unterhalten.

Fazit

Bei jedem Dragons Rioting Band fällt es mir wieder auf: Die Reihe ist alles andere als anspruchsvoll. Mangaka Tsuyoshi Watanabe legt wesentlich mehr Wert auf brachiale Action, prickelnde Erotik und seichten Humor als auf eine tiefgründige oder überraschende Geschichte. Die Wendungen sind meist vorhersehbar, was jedoch nicht wirklich stört. Dafür unterhalten die typischen Genre-Elemente des Action-Ecchi-Mangas schlichtweg zu gut. Lediglich manchmal wirken Kämpfe und Erotik etwas übertrieben, schaden dem Lesefluss damit jedoch nicht. Die große zusammenhängende Geschichte bleibt weiterhin eher eine Randnotiz und läuft als Teil der Handlung des vierten Bandes mit. Das ist allerdings kein Nachteil, da die Reihe so eine lockere Lesbarkeit garantiert, selbst wenn auf vergangene Ereignisse eingegangen wird. Dragons Rioting bietet sicherlich nichts Neues im Bereich der Action-Ecchi-Mangas und es gibt bessere Genre-Vertreter, dennoch dürften Fans auch weiterhin gefallen an Rintaros Schul-Alltag finden.

Kurzfazit: Ordentliche Fortsetzung, die sich gewohnt actionreich gibt und statt einer abwechslungsreichen Geschichte mit Erotik und Humor punktet. Für Genre-Fans.

Vielen Dank an Kazé Manga für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Dragons Rioting – Band 4!

Details
Titel: Dragons Rioting – Band 4
Genre: Action, Erotik, Fantasy/Sci-fi
Verlag: Kazé Manga
Text/Zeichnungen: Tsuyoshi Watanabe
Seiten: 174
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-2-88921-762-5
Verlagsseite: Dragons Rioting – Band 4 bei Kazé Manga
Erscheinungsdatum: 06. Oktober 2016

Bilder Copyright Kazé Manga / Kadokawa

Lesetipp: Rezension von Dragons Rioting – Band 3
Lesetipp: Rezension von Dragons Rioting – Band 2
Lesetipp: Rezension von Dragons Rioting – Band 1

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