Erster Blick: Akiba’s Trip: The Animation (Simulcast)

akibas-trip-the-animation-artworkVergangenen Donnerstag startete Akiba’s Trip: The Animation im Zuge der Anime-Winter-Season als Simulcast von Nipponart bei Anime on Demand.

In Akihabara, kurz Akiba genannt, können Otakus ungehindert ihrer Leidenschaft und ihren Hobbies nachgehen. Egal ob Anime, Manga, Cosplay, Games, Sammelfiguren oder etwas anderes, die exzessiven Fans leben die Anwesenheit vieler Gleichgesinnter aus. Allerdings existiert in dem Stadtteil von Tokio auch eine Bedrohung. Die als Bagurimono bekannten Wesen bemächtigen sich der Körper von Menschen und infizieren jeden, der ihnen begegnet. Damit ähneln sie ein wenig Vampiren. Als Tamotsu mit seiner Schwester Niwaka in Akihabara unterwegs ist, begegnet er der etwas seltsamen, aber niedlichen Matome, die gegen die Bagurimono kämpft. Um die bösartigen Wesen zu besiegen, gibt es nur eine Möglichkeit: Man muss ihnen die Kleidung vom Leib reißen.

 

Kampf um Kleidung

Akiba’s Trip: The Animation basiert auf der gleichnamigen Spiele-Reihe von Acquire, deren erster Teil 2011 in Japan für Sonys PSP erschienen ist. Die Anime-Umsetzung nimmt sich des grundlegenden Spielprinzips an und führt die Protagonisten in den Kampf gegen vampirähnliche Wesen, die durch zu viel Luft und Sonnenlicht den in Besitz genommenen Körper wieder verlassen müssen. Dem entsprechend laufen die Kämpfe darauf hinaus, die Bagurimono ihrer Kleidung zu entledigen, was genutzt wird um regelmäßige Ecchi-Elemente einzubauen. Wer nun befürchtet, dass die Serie zu plump wird und sich lediglich auf möglichst viel Fleischbeschau beruft, irrt zumindest ein wenig.

 

Zum Auftakt weist Akiba’s Trip: The Animation trotz bereits häufig gesehener Elemente und Abläufe durchaus Potenzial auf, ohne sich dabei über den Durchschnitt abzuheben. Die Serie nimmt sich selbst nicht zu ernst und die Hauptfiguren wirken sympathisch. Der Humor basiert zwar meist auf dem etwas schrägen Tamotsu, doch das schadet den Comedy-Elementen nicht. Ob das Team hinter Akiba’s Trip: The Animation mehr aus der Serie herausholen kann, muss sich noch zeigen, aber fürs erste lohnt es sich zumindest für ein paar weitere Episoden dabei zu bleiben.

Bei den Animationen wird etwas mehr als Durchschnitt geboten und das Geschehen läuft flüssig, wovon besonders die durchaus gelungenen Action-Szenen profitieren. Das Charakterdesign unterstützt zudem den allgemein sympathischen Eindruck der Figuren und wirkt dabei ein wenig kindlich, was gut zum abgedrehten Konzept der Serie passt. Musik und Soundeffekte fügen sich gut und passend ein und die japanische Synchronisation ist gelungen. Die Sprecher verstehen es den Figuren Leben einzuhauchen. Anime on Demand bietet außerdem gewohnt gute deutsche Untertitel, die in Sachen Platzierung und Lesbarkeit eine gute Verfolgung der Serie ermöglichen.

Fazit

Akiba’s Trip: The Animation ist sicherlich nicht die beste oder anspruchsvollste Serie der neuen Anime-Season, zeigt aber trotz des etwas fragwürdigen und auf Ecchi ausgelegten Grundkonzepts ein wenig Potenzial. Der Humor funktioniert genauso wie die Action und die Hauptfiguren scheinen sympathisch. Deshalb werde ich der Serie wenigstens noch ein paar Episoden lang eine Chance geben.

Kurzfazit: Durchschnittlicher Serie-Auftakt, der mit einem leicht abgedrehten Konzept auf Ecchi ausgelegt ist, aber mit Humor und sympathischen Charakteren Potenzial zeigt.

Details
Titel: Akiba’s Trip: The Animation
Genre: Abenteuer, Action, Erotik, Fantasy
Regie: Ikehata Hiroshi
Studio: Gonzo K.K.
Produktionsjahr: 2017
Sprachen: Japanisch
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Veröffentlichung: 05. Januar 2017
Simulcast-Seite: Akiba’s Trip: The Animation bei Anime on Demand

Bilder Copyright Gonzo K.K. / Nipponart / Anime on Demand