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Dez 16 2016

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Rezension: Yosuga no Sora – Vol. 2: Das Akira Kapitel (Blu-ray)

yosuga-no-sora-vol-2-coverYosuga no Sora Volume 2 erzählt im Akira-Kapitel die Geschichte um Haruka und das fröhliche Schrein-Mädchen.

Die Zwillinge Haruka und Sora sind aufgrund des Unfalltodes ihrer Eltern alleine in das ländliche Haus ihrer Großeltern gezogen. Dort haben sie bereits als Kinder Zeit verbracht. Auch wenn seine Schwester Sora von dem einfachen Leben wenig angetan ist, lebt sich Haruka schnell ein und schließt Freundschaften mit seinen Klassenkameraden. Als die aus reichem Haus stammende Kazuha bei der Poolreinigung versehentlich von der lebhaften Akira nassgespritzt wird und die beiden sich in die Mädchenumkleidekabine zurückziehen, belauscht Haruka ein Gespräch und erfährt dadurch mehr über die Verbindung der sich nahestehenden Mädchen. Aus dem Wunsch heraus Akira zu helfen, forscht er über ihre Abstammung nach und stößt auf ein dunkles Geheimnis. Bei dem Versuch dieses zu lüften kommen sich Haruka und Akira langsam näher.

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Wiederholung

Nach dem Yosuga no Sora Volume 1 die Liebesgeschichte von Haruka und Kazuha erzählt hat, zeigen die vier Episoden der Fortsetzung die Route von Haruka und Akira. Allerdings wird die alternative Geschichte nicht gänzlich neu erzählt. Genauso wie schon beim Auftakt der Serie dienen die Episoden eins und zwei als Einstieg in die Handlung, so dass Kenner von Volume 1 zumindest die Hälfte von Volume 2 bereits gesehen haben. Erst in der dritten Episode geht die Serie einen neuen Weg und löst die Ereignisse rund um die Poolreinigung und das von Haruka belauschte Gespräch auf andere Weise auf. Statt mit Kazuha über das Gehörte zu sprechen, trifft er mit Akira zusammen und wird von ihr über die Situation aufgeklärt.

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Diese Wiederholung wird sich über alle vier Volumes ziehen, da zumindest die erste Episode stets als Einstieg in die vier alternativen Liebesgeschichten dient. Damit werden die einzelnen Routen unabhängig und so funktioniert Volume 2 auch ohne Kenntnisse des Serien-Auftakts. Dennoch wird beim Start der Serie die Möglichkeit geboten ausschließlich die beiden neuen Episoden zu starten. Interessant ist die Abweichung nachdem man die ersten beiden Folgen gesehen hat allerdings durchaus. Leider gelingt aber erneut kein flüssiger Übergang. Wieso Haruka sich nach dem belauschten Gespräch mit Akira und nicht mit Kazuha unterhält, bleibt offen. Wirklich schlimm ist das nicht, trotzdem wirkte die Verbindung bei der ersten Route etwas sanfter.

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Zweite Liebe

Der Aufbau des Akira-Kapitels ist ähnlich der Route von Kazuha und Haruka. In den beiden ersten Episoden werden die Hauptfiguren eingeführt und vorgestellt und mehrere mögliche Liebschaften für Haruka werden etabliert. Dabei konzentriert sich die Handlung bereits mit der zweiten Folge auf Akira und Kazuha, die nicht nur eine enge Freundschaft verbindet. Allgemein widmet sich die Geschichte im Akira-Kapitel stark ihrer Abstammung und den familiären Gegebenheiten. Deshalb arbeitet die Serie mit einigen Rückblicken in Akiras Kindheit, wodurch auch ihre Verbindung zu Haruka noch einmal etwas deutlicher wird. Durch das zeitweise bedrückende Schicksal Akiras, geht einem ihre Geschichte nahe. Trotzdem hat die Erzählweise erneut mit den von Volume 1 bekannten Problemen zu kämpfen und stellt sich zumindest teilweise als etwas zu holprig heraus. Immerhin gelingt es die aufkeimende Liebschaft zwischen Haruka und Akira etwas besser zu vermitteln, als dies im Kazuha-Kapitel der Fall war. Ein oder zwei Episoden mehr und eine deutlicher Vermittlung der fortschreitenden Zeit hätten der Geschichte gut getan.

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Es sind letztlich die zwar etwas stereotypischen, aber sympthischen Figuren – allen voran Akira – die dennoch für Unterhaltungswert und Interesse an der Geschichte sorgen. Besonders das Geheimnis um die Abstammung des Schrein-Mädchens verleitet dazu, dass man wissen möchte, wie sich die Ereignisse auflösen und welche neuen Informationen am Ende warten. Auch im Einklang mit dem bereits durch das Kazuha-Kapitel erlangten Wissen, ist der Verlauf von Akiras Geschichte interessant. Dass erneut auf Erotik gesetzt wird und beispielsweise Akira nackt zu sehen ist, stört nicht und passt relativ gut zur Geschichte. Lediglich die etwas expliziteren Szenen wirken etwas zu gewollt, sind aber der Visual-Novel-Vorlage geschuldet.

Fazit

Auch nach dem zweiten Kapitel bleibt Yosuga no Sora eine nur bedingt sentimentale Drama-Romance-Serie mit Ecchi-Elementen. Doch trotz der teilweise etwas vorhersehbaren und eher seichten Geschichte, konnte mich diese unterhalten und mein Interesse an Akiras Abstammung wecken. Zu einem großen Teil verdankt die zweite Storyline das dem sympathischen Schrein-Mädchen, aber auch der etwas bewegenderen Handlung. Das Schicksal von Akira ist mir in den stärksten Momenten nahe gegangen und hat damit den Wunsch geweckt, dass irgendwie eine positive Auflösung der ganzen Geschichte möglich ist. Dass Yosuga no Sora es trotzdem nicht schafft mehr aus dem Kapitel und der Liebesgeschichte von Haruka und Akira zu machen, liegt zu einem großen Teil an der begrenzten Episodenzahl. Mit ein oder zwei Folgen mehr, hätte gerade der Aufbau der Beziehung besser funktioniert. Dennoch sollten Genre-Fans, die kein Problem mit Erotik haben, genauso einen Blick wagen wie Ecchi-Fans, die etwas Ernsthafteres als den Genrestandard suchen.

Kurzfazit: Yosuga no Sora bleibt sich beim zweiten Kapitel treu und erzählt ein weiteres Mal eine interessante, etwas vorhersehbare Liebes-Geschichte, die durch bewegende Momente und seichte Romantik kurzweilig unterhält.

Vielen Dank an AniMoon Publishing für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Yosuga no Sora – Vol. 2!

Details
Titel: Yosuga no Sora – Vol. 2: Das Akira Kapitel
Genre: Drama, Romantik
Regie: Takeo Takahashi
Studio: feel.
Produktionsjahr: 2010
Laufzeit: ca. 103 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS HD Master Audio 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 16
Erscheinungstermin: 16. Dezember 2016
Herstellerseite: AniMoon Publishing

Bilder Copyright feel. / AniMoon Publishing

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