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Dez 11 2016

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Rezension: Punch Line – Vol. 4 (Blu-ray)

punch-line-vol-4-coverDas Ende der Welt steht in Punch Line Volume 4 kurz bevor, doch Yuta versucht alles, um die Menschheit und seine Freunde zu retten.

Trotz aller Warnungen von Chiranosuke hat Yuta die Zukunft verändert und der Geschichtsverlauf scheint erneut dem Weltuntergang entgegen zu gehen. Dabei hatte die Geisterkatze große Hoffnungen in die aktuelle Version von Yuta gelegt. Dieser will aber noch nicht aufgeben. Nach der Konfrontation mit dem angeblichen NSA-Mann Gliese, der in Wirklichkeit Yutas Kindheitsfreundin Guriko alias Teraoka ist, setzt Yuta alles daran den Einschlag des Meteoriten zu verhindern. Dafür wendet er sich an Meika und erzählt ihr alles, was ihm wiederfahren ist. Gemeinsam arbeiten sie einen Plan aus, in der Hoffnung die Qmey-kai und das Ende der Welt aufhalten zu können.

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Actionreicher

Anscheinend verfolgt Studio Mappa bei Punch Line die Prämisse, je weiter die Serie voranschreitet desto geringer wird der Ecchi-Anteil, während die Geschichte immer mehr anzieht. Mittlerweile ist klar, dass die gemeinsame Vergangenheit von Yuta, Mikatan und dem Qmey-kai-Anhänger Teraoka eine zentrale Rolle in den Ereignissen spielt. Doch der bevorstehende Weltuntergang scheint nicht mehr abwendbar zu sein. Entgegen aller Warnungen hat Yuta die Geschichte verändert und somit alles auf jenen einen Punkt zusteuern lassen. Gemeinsam mit seinen Freundinnen versucht er dennoch den Weltuntergang zu verhindern.

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Das ist weitaus actionreicher verpackt als bisher von Punch Line gewohnt. Trotz gelegentlicher Kämpfe, standen Humor, Erotik und die spannende Geschichte im Mittelpunkt der Serie. Das Finale, das sich über eineinhalb Episoden zieht lässt aber noch einmal die Muskeln spielen und zeigt brachiale Kämpfe in denen sowohl Superkräfte als auch die übermächtigen Ws und sogar das Militär zum Einsatz kommen. Die größte Stärke von Punch Line ist Action allerdings weiterhin noch nicht. Während die Konfrontation der Protagonisten mit ihren Widersachern ordentlich umgesetzt ist, unterhält alleine die deutlich übertriebene, zur Serie passende, Art des finalen Kampfes.

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Unerwartet

Entsprechend der Erwartungen greifen die letzten drei Episoden von Punch Line allerdings neben der Action die aufgeworfenen Fragen auf und verknüpfen noch lose Enden miteinander. Wirkliche Überraschungen bleiben dabei zwar aus, trotzdem zeigt sich einmal mehr wie überlegt und genau geplant die Geschichte geschrieben wurde. Alle bisherigen Ereignisse und jede Unklarheit wird irgendwie ausgeräumt. Damit schafft es Punch Line zwar nicht an Storyschwergewichte wie etwa Steins;gate heran zu reichen, versteht es aber trotzdem ausgezeichnet zu unterhalten und das ganz Abseits des aufgedrückten Ecchi-Stempels.

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Dass auch ein paar Klischees und Stereotypen – insbesondere in Hinsicht auf Yuta, Mikatan und Guriko alias Teraoka – zur Anwendung kommen, fällt nur minimal auf, da die Abweichungen weit aus größer wiegen. Eine große Rolle spielen dabei die wahren Identitäten der drei Kindheitsfreunde und das, was ihnen in der Vergangenheit bei einem Unfall widerfahren ist. Auch das Ende der Serie steht damit in Verbindung. Letztlich überrascht Punch Line mit einem Abschluss, der in dieser Form nicht zu erwarten war und dennoch logisch ist. Dabei schließt das Ende die Serie zufriedenstellend ab, weckt aber auch den Wunsch nach einer Fortsetzung. Eine solche ist in Japan im September 2015 in Manga-Form unter dem Titel Punch Line Max im Seinen-Magazin Dengeki G’s Comic von Kadokawa gestartet. Erneut stammt die Geschichte von Kotaro Uchikoshi. Allerdings sind die bisher erschienenen Kapitel noch nicht als Tankobon (Sammelband) erhältlich und auch eine Veröffentlichung in Deutschland ist unklar.

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Technisch bleibt sich Punch Line treu. Die hohe Animationsqualität überzeugt und wird hervorragend vom bunten Stil der Serie unterstützt. Dank des scharfen und kontrastreichen HD-Bildes der Blu-ray wird optisch einiges geboten. Ähnliches gilt auch in Sachen Musik- und Sounduntermalung, die überaus gut gelungen ist sowie für die gute deutsche Synchronisation. Als Bonus liegt der Blu-ray ein Poster bei.

Fazit

Punch Line wird zum Ende noch einmal etwas actionreicher, ohne es damit zu übertreiben. Noch immer stehen die abgedrehte, spannende Geschichte sowie die skurrillen, liebenswerten Charaktere im Mittelpunkt. Wie es beim Finale zu erwarten war, werden offene Fragen beantwortet und die Handlung steuert immer mehr auf das überraschende Ende, das der Serie einen ganz anderen Unterton verschafft, zu. Erneut nehmen zudem die Ecchi-Elemente ab, ohne dass sie gänzlich verschwinden. Allerdings werden weit weniger Panty-Shots oder andere erotisch angehauchte Szenen verwendet. Das liegt natürlich auch an den Entwicklungen der Geschichte. Trotzdem bleibt natürlich die Art wie Yuta in den Über-Modus wechselt erhalten. Unterm Strich versteht es Punch Line Volume 4 mit einem guten Mix aus leichten Ecchi-Elementen, abgedrehtem Humor und spannender Geschichte zu unterhalten. Schade ist, dass eine Veröffentlichung der Manga-Fortsetzung in Deutschland bisher nicht absehbar ist.

Kurzfazit: Gelungenes Serienfinale, das actionreicher als gedacht daherkommt und mit einem unerwarteten Ende überrascht.

Vielen Dank an Kazé Anime für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Punch Line – Vol. 4!

Lesetipp: Rezension zu Punch Line Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension zu Punch Line Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension zu Punch Line Vol. 1 (Blu-ray)

Details
Titel: Punch Line – Vol. 4
Genre: Comedy
Regie: Yutaka Uemura
Studio: Mappa
Produktionsjahr: 2015
Laufzeit: ca. 75 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 12
Erscheinungstermin: 30. September 2016
Herstellerseite: Punch Line – Vol. 4 bei Kazé Anime

Bilder Copyright Mappa / Kazé Anime

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