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Dez 09 2016

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Rezension: Wish Upon the Pleiades – Vol. 4 (Blu-ray)

wish-upon-the-pleiades-vol-4-coverGefühlvoll und konsequent präsentieren sich die drei Episoden von Wish Upon the Pleiades Volume 4 zum Serienfinale.

Durch die gemeinsamen Vorbereitungen ihres Astronomie-Vortrags für das Schulfest, ist Subaru Minako noch näher gekommen. Als sie vor dem Schulgebäude auf ihn wartet und plötzlich der Alarm der gefundenen Raumschifffragmente des Pleiadianers aktiviert wird, eilt sie in Observatorium der Schule. Dort entdeckt sie zu ihrem Schrecken, dass sich Minato der gesammelten Antriebsteile bemächtigt hat und vor ihren Augen verwandelt er sich in den gehörnten Jungen, der Subaru und den anderen bereits mehrmals in die Quere gekommen ist. Sich schuldig fühlend, versucht sie es alleine mit ihm aufzunehmen – mit folgenschweren Konsequenzen. Als schließlich das letzte Fragment in großer Entfernung erscheint, müssen Aoi, Itsuki, Nanako und Hikaru zu Viert versuchen es zu erreichen. Aber ohne Subaru sind sie zu wenige.

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Tiefe Gefühle

Im Verlauf von Wish Upon the Pleiades haben alle Hauptfiguren mindestens eine Episode spendiert bekommen, die sie stärker in den Mittelpunkt gestellt und Informationen über die Vergangenheit geliefert hat. Nach Subaru, Aoi, Itsuki, Nanako und Hikaru ist dieses Mal Minato an der Reihe. Zum Auftakt von Volume 4 wird die Konfronation von Subaru mit dem gehörnten Jungen genutzt, um dessen Herkunft und auch Minatos Verbindung zu den Fragmenten deutlicher zu machen. Zugleich wird auch Minatos Beziehung und Verbindung zu Subaru aufgegriffen und sowohl in Vergangenheit als auch Gegenwart weitergesponnen. Damit nutzt die Serie erneut die romantischen Elemente und verflechtet sie, ohne schnulzig zu werden, mit der Geschichte.

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Das ist auch wichtig, da Subaru im finalen Volume wieder ganz klar die Protagonistenrolle übernimmt, ohne dass dadurch die anderen vier Magical Girls oder Minato zu sehr verdrängt werden. Allerdings greift die Serie in der elften und vorletzten Episode auf ein genre-typisches Element zurück, um etwas Dramatik und neue Probleme für Subaru und die anderen zu erzeugen. Dadurch wird der Verlauf der Geschichte zeitweise hervorsehbar. Dennoch ist der gewählte Weg für Subaru wichtig und die Erzählung ihrer Entwicklung ist durchaus gelungen und wird gut vermittelt. Wirklich überraschen kann Wish Upon the Pleiades allerdings nur noch zum Finale. Der Abschluss der Serie ist in vielen Teilen lobenswert logisch und konsequent, wird dadurch aber noch ein wenig wehmütiger. Auch weil man Subaru, Aoi, Itsuki, Nanako, Hikaru und den Pleiadianer gerne noch länger begleitet hätte.

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Physikalisch schön

Wish Upon the Pleiades bleibt auch in den finalen drei Episoden weitgehend actionfrei. Zwar treffen die Hauptfiguren erneut auf den gehörnten Jungen und auch zum Abschluss kommt es noch einmal zu etwas dramatischeren Problemen, wirklich viel Action solltet ihr aber nicht erwarten. Das passt allerdings sehr gut zur Serie, die sich eher etwas ruhiger, gefühlvoller und charakterbezogener gibt. Langweilig wird es deshalb nicht, da durch die Ereignisse genügend Spannung entsteht und man trotz manch vorhersehbarer Momente immer mit den Protagonistinnen mitfiebert. Zudem bleibt sich Wish Upon the Pleiades auch bei der wissenschaftlichen Thematik treu und baut erneut zahlreiche Verweise auf Physik und Astronomie mit in die Serie ein, wird dabei aber weder zu trocken oder theoretisch. Viel mehr wird Grundlegendes vermittelt und ein wenig Interesse an den Gesetzen des Universums geweckt.

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Wie schon in den Episoden zuvor zeichnen sich auch die letzten drei Episoden durch eine wunderschöne Optik aus. Die kräftigen Farben und das scharfe Bild profitieren dabei genauso von dem 1080p-Bild der Blu-ray wie die Animationen, Effekte und Charaktere. Erneut stechen die bezaubernden Sternenhimmel im Weltall hervor und das Serienfinale wartet mit einem zusätzlichen optischen Schmankerl auf. Dem schließt sich auch die stets passende, wenn auch meist eher unauffällige Musikntermalung sowie die gelungene deutsche Synchronisation an. Als Bonus liegen der Blu-ray ein Booklet mit Zusatzinformationen und zwei Postkarten bei.

Fazit

Das Finale von Wish Upon the Pleiades bleibt der bisherigen Serie treu und präsentiert sich ohne große Action oder fesselnde Spannung. Negativ ist das aber nicht, da die Stärken ganz klar bei den liebevollen Figuren, der seichten, aber trotzdem interessanten Geschichte und den immer wieder gekonnt eingeflochtenen physikalischen und astronomischen Thematiken liegt. Es ist zudem nachvollziehbar, dass nach den fünf Protagonistinnen nun auch Minako eine Episode spendiert bekommt, in der seine Vergangenheit und damit auch seine Verbindung zu Subaru und den Fragmenten näher beleuchtet wird. Alleine dieser Einstieg in das finale Volume hat dafür gesorgt, dass ich wissen wollte wie die Geschichte endet. Der Weg dahin ist mit kleineren Genrekonventionen gepflastert, weshalb gerade Subarus Wandlung und der Fokus auf ihr als Hauptfigur wenig überraschen, trotzdem ist es der Serie gelungen mich bis zur letzten Minuten zu unterhalten. Zu einem gewissen Teil liegt das auch an der konsequenten Weise wie die Geschichte zu Ende gebracht wird. Dadurch kam bei mir zwar ein wenig Wehmut auf, aber gerade dadurch ist der Serienabschluss umso schöner, gefühlvoller und herzerwärmender.

Kurzfazit: Obwohl die Geschichte eher seicht bleibt, kann Wish Upon the Pleiades Volume 4 mit einem konsequenten, aber leicht wehmütigen und herzerwärmenden Ende überzeugen.

Vielen Dank an Anime House für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von Wish Upon the Pleiades – Vol. 4!

Lesetipp: Rezension von Wish Upon the Pleiades – Vol. 3 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Wish Upon the Pleiades – Vol. 2 (Blu-ray)
Lesetipp: Rezension von Wish Upon the Pleiades – Vol. 1 (Blu-ray)

Details
Titel: Wish Upon the Pleiades – Vol. 4
Genre: Magical Girl, Fantasy, Science-Fiction, Romantic Comedy
Regie: Shouji Saeki
Studio: Gainax
Produktionsjahr: 2015
Laufzeit: ca. 80 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch (DTS HD MA 2.0)
Untertitel: Deutsch
Herkunftsland: Japan
Altersfreigabe: ab 6
Erscheinungstermin: 25. November 2016
Herstellerseite: Anime House

Bilder Copyright Gainax / Anime House

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