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Okt 02 2015

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Rezension: Kill la Kill – Band 2 (Manga)

kill-la-kill-band-2-coverAnfang Juni setzte Ryuko Matoi ihren Rachefeldzug und die Suche nach dem Mörder ihres Vaters im zweiten Band von Kill la Kill fort.

Ryuko Matoi ist auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters. Die Hinweise haben sie an die Honnoji-Akademie und zur Präsidentin der Schülerversammlung, Satsuki Kiryuin geführt. Gemeinsam mit ihren Untergebenen führt die Präsidentin ein hartes Regime und nur jene, die sie für würdig erachtet, erhalten eine sogenannte Goku-Uniform, die ihren Trägern besondere Kräfte verleihen. Mit Hilfe ihrer besonderen Kamui-Uniform Senketsu legt sich Ryuko weiterhin mit Satsuki und den anderen Trägern der Goku-Uniformen an.

Freizügige Enthüllungen

Bereits im ersten Band wurde klar, dass Kill la Kill gerne mit erotischen Elementen spielt. Besonders in Hinblick die Kampfform von Senketsu. Hierbei ist Ryuko beinah schon nackt oder zumindest sehr knapp bekleidet. Dieses eher unsinnige Element wird durch den Humor, der im zweiten Band besser zur Geltung kommt, aufgelockert. Gerade die Kommentare über Ryukos Outfit und die Bezeichnung als Exhibitionistin fallen immer wieder. Dabei schämt die aufbrausende Schülerin sich eigentlich wegen der knappen Kleidung, die sie während der Kämpfe tragen muss. Wie wichtig diese Tatsache noch für die Handlung ist, wird im Verlauf der vier Kapitel verraten.

Allgemein enthüllt Band zwei einige weitere Fakten rund um die Goku- und Kamui-Uniformen. So erlebt der Leser auch erstmals einen Kampf zwischen Ryuko und Satsuki in dessen Verlauf Senketsu erst richtig erwacht. Dabei wird das Potential der Charaktere etwas besser genutzt, als noch im Auftaktband. Zwar sind Ryuko, Satsuki, Mako und die anderen noch immer nicht wirklich tiefgründig und viele Figuren bleiben sogar abseits ihrer Rollen und Klischee gänzlich blass, dennoch zeigt sich, dass trotz der abstrakten Grundprämisse von Kill la Kill noch etwas mehr Tiefgang möglich ist. Die Handlung bleibt allerdings weitgehend seicht. Es geht eben doch nur um den Rachefeldzug von Ryuko und das Geheimnis um die Ermordung ihres Vaters. Die Action steht weiterhin klar im Vordergrund

Humorvolles Chaos

Wie schon beim ersten Band sind die Konfrontationen zwischen Ryuko und ihren Widersachern recht gut umgesetzt. Es entstehen zwar gelegentlich kleinere Übersichtsprobleme und die Zeichnungen wirken etwas zu hektisch, doch insgesamt wissen die Kämpfe zu unterhalten. Noch weit besser funktionieren allerdings die Comedy-Elemente. Immer wieder gibt es etwas zu schmunzeln. Besonders Ryukos Freundin Mako hat Auftritte, die aufgrund ihrer Absurdität einfach nur genial sind. Das Mädchen mit der etwas seltsamen Familie nimmt Dinge als selbstverständlich hin, die selbst die Charaktere in der Welt von Kill la Kill eher verwirren. Allgemein ist sie auf ihre eigene, abgedrehte Art so seltsam, dass man sie einfach mögen muss.

Die Zeichnungen sind erneut gut gelungen. Abgesehen von den bereits erwähnten noch immer schön in Szene gesetzten, aber manchmal etwas unübersichtlichen Kämpfen, können gerade die Charakermodelle überzeugen. Egal ob Ryuko, Mako, Satsuki, Hakodate, Gamagori oder eine der anderen Figuren, jeder von ihnen hat sein eigenes Erscheinungsbild. Besonders gelungen ist auch die Mimik der Charaktere, die häufig das Geschehen perfekt unterstreicht. Außerdem gibt es in Kapitel sechs eine kurze Szene in der Ryuko statt wie normalerweise rabiat, aufbrausend und süß nahezu elegant wirkt, ohne ihre typischen Eigenschaften zu verlieren.

Fazit

Auch wenn der zweite Band von Kill la Kill gerade bei den Charakteren und den Comedy-Elementen gute Verbesserungen zeigt, bleibt die absurde Grundthematik erhalten. Man muss sich darauf einlassen und die Welt als gegeben akzeptieren, dann kann der Manga auch überaus unterhaltsam sein. Besonders, weil er sich selbst nicht immer ernst nimmt. Zugleich wissen die actionreichen Kämpfe trotz manch chaotischem Moment zu gefallen. Alles in allem ein ordentlicher Action-Manga mit amüsanten Comedy-Elementen. Die Lust auf den dritten Band ist geweckt, auch weil die Geschichte so abgedreht ist, dass nicht sicher vorausgesagt werden kann, wie es weitergeht. Als Anime dürfte Kill la Kill noch besser funktionieren.

Kurzfazit: Dank guter Action-Szenen und humorvollen Momenten unterhaltsamer Action-Manga mit absurder Grundhandlung und Welt, der sich selbst nicht ganz ernst nimmt.

Lesetipp: Rezension von Kill la Kill – Band 1

Details
Titel: Kill la Kill – Band 2
Genre: Action
Verlag: Tokyopop
Text: Trigger/Kazuki Nakashima
Zeichnungen: Ryo Akizuki
Seiten: 168
Preis: 6,95 €
ISBN: 978-3-8420-1255-4
Verlagsseite: Kill la Kill – Band 2 bei Tokyopop
Erscheinungsdatum: Juni 2015

Bilder Copyright Toykopop

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  1. Rezension: Kill la Kill – Band 3 (Manga) »

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