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Mrz 22 2015

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Meinung zu Final Fantasy XV: Episode Duscae (PS4)

ffxv-episode-duscae-logo-kleinAm 20. März erschien Final Fantasy Type-0 HD für PS4 und Xbox One und damit auch Final Fantasy XV: Episode Duscae. Einige Stunden habe ich mittlerweile mit der Demo des nächsten Hauptteils der Rollenspiel-Reihe verbracht.

Geldnot

Die Ausgangslage von Final Fantasy XV: Episode Duscae ist relativ simpel: Noctis und seine Freunde haben in jugendlichem Leichtsinn beschlossen mit ihrem Luxusauto die weitläufige Landschaft zu erkunden und deshalb die befestigten Straßen verlassen. Dies führte schließlich zu einer Autopanne und nun benötigen die Gruppe Geld für die nötigen Reparaturen.

Das Namensgebende Gebiet Duscae fällt relativ groß aus, was bei der Open-World-Thematik des Hauptspiels auch nur logisch ist, und bietet neben mehreren Hauptquests auch die eine oder andere Nebenaufgabe. Letztere sind zwar nicht sonderlich herausfordernd oder umfangreich, motivieren aber dazu, sich etwas mehr umzusehen. Hauptziel ist es einen riesigen Behemoth zu erlegen, um mit der Belohnung für das Monster die Reparaturen für das Auto bezahlen zu können.

Action und Hektik

Bereits den Trailern zu Final Fantasy XV war zu entnehmen, dass die Kämpfe im kommenden Ableger recht actionbetont ausfallen werden. Episode Duscae bestätigt diesen Eindruck. So wechselt das Spiel bei Gegnerkontakt in keinen Extrabildschirm, wie bei den bisherigen Hauptteilen der Reihe. Stattdessen finden die Konfrontationen direkt in der Landschaft statt – eben wie bei den meisten westlichen Rollenspielen oder Action-Titeln. Dazu muss natürlich auch das Kampfsystem selbst eher direkt sein – das heißt, es gibt keine Rundenkämpfe. Per Tastendruck führt ihr einen Angriff aus, haltet ihr den entsprechenden Knopf, hängt Noctis weitere Schläge direkt dran. Welche Aktionen wie ausgeführt werden, hängt von den Einstellungen im Waffenmenü ab. Dazu gesellen sich Spezialaktionen, die Magiepunkte (MP) verbrauchen, Gegnern aber mehr Schaden zufügen. Ihr benötigt eure MP aber auch zum Ausweichen oder für den sogenannten Tachyonensprungen – eine Fähigkeit, bei der Noctis schnell zu einem anvisierten Gegner springt oder sich an einem nahegelegenen Turm in Sicherheit bringt, um sich kurzzeitig zu erholen. Wichtig ist auch, dass ihr nicht sofort tot seid, wenn eure Trefferpunkte auf 0 fallen. Ihr geratet in den sogenannten „kritischen Zustand“. Erleidet ihr nun Schaden, verringert sich eure maximale Energie. Eure Kamerade helfen euch, genauso wie ihr ihnen helfen könnt, um aus dem kritischen Zustand wieder herauszukommen. Heiltränke retten euch hier ebenfalls und können auch einen Teil der maximalen Trefferpunkte wieder herstellen.

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Ein paar Probleme offenbaren sich beim Kampfsystem noch. So kann es gerade bei mehreren Gegnern schnell zu Übersichtsproblemen kommen, selbst wenn ihr einen Gegner anvisiert habt. Nachjustieren mit der Kamera funktioniert dann zwar meistens, aber eben auch nur, wenn ihr die Lock-on-Funktion nicht nutzt, da der Zeiger sonst zwischen euren Gegnern hin und her springt. Auch der Tachyonensprung in Sicherheit, also an die Türme, ist noch nicht einwandfrei. Gelegentlich wurde der rettende Punkt einfach nicht richtig markiert und wenn ihr einen Gegner anvisiert habt, springt ihr immer automatisch zu diesem. Doch das sind nur kleiner Probleme, die sich mit etwas Eingewöhnungszeit und leichten Nachbesserungen im Hauptspiel noch beheben lassen. An sich sind sie auch verschmerzbar, da die Kämpfe in Episode Duscae Spaß machen, aber je nach Gegnerart und -anzahl auch herausfordern werden können – zumindest wenn man unvorsichtig vorgeht.

Eine interessante Neuerung sind auch die Lager. An diesen könnt ihr – genauso wie in Wohnwagen (und im Hauptspiel vermutlich an anderen Stellen) übernachten, um euch zu erholen. Doch das ist nicht alles. In eurem Lager nehmt ihr auch Nahrung zu euch, sofern ihr die entsprechenden Zutaten für ein Gericht in eurem Inventar habt. Dies gewährt euch bis zur nächsten Nacht von der Mahlzeit abhängige Boni. Übernachtet ihr in einem Wohnwagen, erhaltet ihr Boni auf eure Erfahrungspunkte. Das hängt wohl mit einer der wichtigsten Änderungen zusammen. Ihr erhaltet zwar wie gewohnt durch das Besiegen von Gegnern Erfahrung, doch erst, wenn ihr in einem Lager oder Wohnwagen übernachtet, werden euch diese gutgeschrieben und euer Level erhöht sich. Sprich: Levelaufstiege während ihr unterwegs seid entfallen. Ein entsprechender Vermerk in Episode Duscae lässt außerdem darauf schließen, dass ihr beim Rasten auch neue Fähigkeiten erlernen könnt. In der Demo steht diese Funktion allerdings noch nicht zur Verfügung. Der Ansatz ist definitiv interessant und sorgt dafür, dass es immer abzuwägen gilt, ob eine Übernachtung nicht sinnvoll ist, bevor weitergespielt wird.

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PS3-Herkunft

Ursprünglich wurde Final Fantasy XV bereits auf der E3 2006 als Final Fantasy Versus XIII für PlayStation 3 angekündigt. Auch wenn Episode Duscae insgesamt fantastisch aussieht, kann die Last-Gen-Herkunft nicht verleugnet werden. Gerade an Texturen von Steinen, aber auch den nicht relevanten Nebenfiguren oder Gebäuden, ist zu erkennen, dass Episode Duscae kein reiner Current-Gen-Titel ist. Es sind allerdings eher Kleinigkeiten, die beim Spielen nicht stören. Aber mit direkt für PlayStation 4 und Xbox One entwickelten Spielen kann Final Fantasy XV nicht in allen Belangen mithalten. Bis zur Veröffentlichung des Hauptspiels haben die Entwickler allerdings noch genug Zeit, um die Grafik zu verbessern. Und selbst wenn sie das nicht machen sollten, ein hässliches Spiel ist Final Fantasy XV: Episode Duscae auf keinen Fall. Die teilweise von anderen Spielern erwähnten Framerate-Einbrüche, kann ich nicht bestätigten, da mir keine maßgeblichen aufgefallen sind. Hiermit sei dennoch darauf hingewiesen.

Bei Musik und Sound kann Episode Duscae übrigens durchweg überzeugen. Die Klänge passen zu Final Fantasy und die englischen Sprecher machen, genauso wie die japanischen einen guten Job. Wie abwechslungsreich die musikalische Untermalung am Ende wird und ob diese an die Soundtracks der alten Serienteile heranreicht, wird aber erst das Hauptspiel zeigen.

Fazit

Final Fantasy XV: Episode Duscae macht Spaß. Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dem Spielen der Demo ziehen konnte. Ein paar kleinere Probleme beim Kampfsystem und der Grafik stören mich persönlich nicht. Selbst wenn das Spiel am Ende genauso auf den Markt käme, wäre das Potenzial für einen Rollenspiel-Hit gegeben. Jedem Final Fantasy-Fan wird der kommende Ableger aber nicht gefallen. Die Richtung, die Square Enix einschlägt ist klar: Action. Allgemein ist die Genre-Bezeichnung Action-Rollenspiel wirklich passend. Das ist aber nichts negatives, da es so scheint, dass der Spielspaß gegeben ist. Wenn dazu noch eine gute und interessante Geschichte mit gelungenen Charakteren kommt, dann ist Final Fantasy XV für mich eine würdige Fortsetzung der Reihe. Episode Duscae hat meine Vorfreude auf Final Fantasy XV in jedem Fall bestätigt.

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